Newsletter Ausgabe 39 - Januar 2014

Appellatio Fraternitatis Rosae Crucis

Die "Appellatio", das aktuelle Manifest der Rosenkreuzer erscheint als ein Appell an die Spiritualität, den Humanismus und die Ökologie, die wir als die Bedingungen für eine Regeneration der Menschheit betrachten. Die "Appellatio" bringt Ideen zum Ausdruck, welche selbst weder neu noch originell sind, vor allem nicht für die Rosenkreuzer, welche es aber unserer Ansicht nach mehr denn je verdienen, dass über sie nachgedacht wird. Lesen Sie selbst und bilden sich ein eigenens Urteil und verbreiten Sie diese "Appellatio", sofern Sie dies möchten.

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

Historisch taucht der Begriff "Rosenkreuzer" Anfang des 17. Jahrhunderts auf, als die Rosenkreuzer aus der Anonymität heraustraten und dadurch erstmals eine breite Öffentlichkeit von der Existenz dieser Bruderschaft erfahren hat. So sorgte im Jahre 1614, also vor vierhundert Jahren, die Veröffentlichung eines Manifestes mit dem Titel "Fama Fraternitatis Rosae Crucis" für zahlreiche Reaktionen, vor allem unter Denkern, Philosophen und den Vertretern der damals vorherrschenden Religionen, insbesondere denen der katholischen Kirche. Ganz allgemein rief das Manifest zu einer universellen Reform auf, sowohl in der Religion als auch der Politik, Philosophie, Wissenschaft, Wirtschaft, usw. Nach Ansicht der Historiker war die Situation in zahlreichen europäischen Ländern so chaotisch, dass man offen über eine "europäische Krise" sprach.

Im Jahr 2001 erschien zu Beginn des neuen Jahrtausends ein Manifest mit dem Titel "Positio Fraternitatis Rosae Crucis", da nicht nur Europa, sondern die gesamte Erde von einer noch nie dagewesenen Existenzkrise konfrontiert wird. Mit der "Positio" gaben die Rosenkreuzer ihre Stellungnahme zur Lage der Menschheit ab, insbesondere zu den Schwerpunkten des menschlichen Wirkens in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Technik, Wissenschaft, Religion, Moral, Kunst, usw., ohne dabei die Situation auf der ökologischen Ebene zu vergessen.

Der heutigen Menschheit geht es nicht gut, mehr noch die weltweite "Krise", wie man sie mittlerweile allgemein nennt, hat sich weiterhin verschärft und scheint sich in zahlreichen Ländern dauerhaft eingerichtet zu haben. Vier Jahrhunderte nach der "Fama" und dreizehn Jahre nach der "Positio" machen sich die Rosenkreuzer erneut zum Sprachrohr für die Sorgen, die sie im Hinblick auf die Menschheit hegen.

Nichtsdestotrotz sind wir als Rosenkreuzer keine Pessimisten was die Zukunft betrifft, und noch weniger hegen wir apokalyptische Gedanken. Der Zweck dieser "Appellatio" ist weder, die Geschichte der Rosenkreuzer darzustellen, noch deren Lehre. Vielmehr möchten wir im Jahr des 400-jährigen Jubiläums des Erscheinens des Grundmanifestes des Rosenkreuzer-Ordens auf der historischen Ebene dieses Ereignis feiern. Wenn wir den Begriff "historisch" betonen, dann deshalb, weil datierbare Funde und Quellen historischer Forschung naturgemäß nur etwas über das Alter eines solchen Fundes aussagen, nichts aber über die Entstehung oder das Alter der Gedanken. AMORC spricht daher von einer Überlieferung, wohl wissend, dass eine lückenlose historische Dokumentation für immer ein Wunschtraum bleiben wird. Dabei gilt es, nicht zu vergessen, dass die Geschichte lediglich das unverzichtbare Gewand, das Gefäß der darin enthaltenen Botschaft ist und immer dann, wenn sich Geschichte und Legende zu vermischen beginnen, ist das Gewand durchlässig geworden und erlaubt tiefere Einsicht in bislang unsichtbare Wirklichkeiten und Zusammenhänge. Gemäß unserer Tradition hat der Orden seinen Ursprung in den Mysterienschulen des alten Ägyptens während der 18. Dynastie. Aber wie dem auch sei...

In den "Prophezeiungen der Rosenkreuzer", die im Dezember 2011 veröffentlicht wurden, kann man lesen: "Wir sind in Bezug auf die Zukunft optimistisch... Jenseits der Erscheinungen bildet die schwierige Phase, die wir durchlaufen, einen "zwangsläufigen Übergang", der es der Menschheit ermöglichen sollte, über sich selbst hinauszuwachsen und neu geboren zu werden."

Ebenso wie die "Positio" richtet sich auch die "Appellatio" nicht an eine Elite, gleich welcher Art, sondern an all jene, die Kenntnis von ihrer Veröffentlichung erhalten und sich die Zeit nehmen, um sie zu lesen. Manche Menschen werden sie vielleicht als Panikmache abtun, andere wieder als zu utopisch verurteilen. Mit Sicherheit ist sie aber weder dogmatisch noch ideologisch. Mit ihrer Hilfe wollen wir einfach Ideen zum Ausdruck bringen, welche selbst weder neu noch originell sind, vor allem nicht für die Rosenkreuzer, welche es aber unserer Ansicht nach mehr denn je verdienen, dass über sie nachgedacht wird. Schließlich möchten wir einen Appell an die Spiritualität, den Humanismus und die Ökologie richten, die wir als die Bedingungen betrachten, durch welche die Menschheit sich auf allen Ebenen regeneriert und somit das Glück erfährt, das sie anstrebt.

> zur Appellatio als ePaper


Mit freundlichen Grüßen
AMORC - Die Rosenkreuzer

 
KONTAKT AMORC - Die Rosenkreuzer
Lange Str. 69
D-76530 Baden-Baden
Tel: 0049 – (0)7221 – 66 0 41
Fax: 0049 – (0)7221 – 66 0 44
E-Mail: info@amorc.de
AMORC auf Facebook
  • buecher
  • buecher
  • buecher