Newsletter Ausgabe 35 - März 2013

Zeit der Entscheidung - für eine positive Lebenshaltung

Nachdem wir in der letzten Ausgabe  unseres Newsletters über den Missbrauch des online-Lexikons Wikipedia berichtet hatten, möchten wir in der aktuellen Ausgabe den Blick auf den Einfluss der Berichterstattung in den Medien lenken. Anstatt uns über die Ebene der niederen Instinkte ansprechen zu lassen, sollten wir ganz bewusst unser schöpferisches Potential nutzen und uns positiv ausrichten auf die stets aufbauend wirkenden Kräfte des Kosmos.

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

Christian Bernard schreibt in seinem Buch Rosenkreuzerische Reflexionen: "Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist von Einzelpersonen, Gruppen oder Regierungen, die sich auf Gott berufen, oder die, ganz im Gegenteil, von intoleranten, mächtigen religiösen Autoritäten geleitet werden, viel Unsinn gegen AMORC vorgebracht worden. Man hat AMORC als kapitalistische Bewegung mit extremistischen Tendenzen beschrieben, sogar als antikommunistisches Netzwerk, oder als Anarchisten-Partei, Agentur des internationalen Sozialismus usw. Das macht natürlich alles keine Sinn…" Als Leser des AMORC-Newsletters wissen Sie aus der letzten Ausgabe, dass gegenwärtig das online-Lexikon Wikipedia für nachweislich falsche Behauptungen gegenüber AMORC missbraucht wird. Nachdem zwischenzeitlich der Sektenvorwurf zurückgenommen wurde, werden gegenwärtig wiederum falsche Behauptungen in besagtem Artikel aufgestellt. Dass dabei sogar so einfach zu klärende Dinge wie der Sitz von AMORC international falsch angegeben sind, fällt dem unbedarften Leser naturgemäß kaum auf, spiegelt aber in gewisser Weise die Qualität dieses Artikels wider.

Der Einfluss von Nachrichtensendungen

Diese Situation nehmen wir als Anlass, das Augenmerk auf den Einfluss der Medien im Allgemeinen zu werfen. „Jeder wird zugeben müssen, dass Nachrichtensendungen sehr wirksame Meinungsbildner sind und Einfluss auf unser Verhalten haben. Leider begeben sich die „Macher“ von Nachrichten zu oft auf das Niveau, das die Leute von ihnen erwarten. Dadurch unterstützen sie Sehnsüchte und Bedürfnisse, die nicht immer konstruktiv sind. […] Was für die Presse gilt, gilt ebenso für die Radio-Berichterstattung, für das Internet und für alle anderen Medien. Zum Beispiel besteht im Fernsehen dieselbe Tendenz, Nachrichten zu senden, die mehr den Voyeurismus befriedigen als andere, edlere Bedürfnisse des Menschen“ schreibt Christian Bernard in oben genanntem Werk. Er möchte „auf die Gefahr von Berichterstattung aufmerksam zu machen, welche  tragische Ereignisse des täglichen Lebens über die Maßen in den Vordergrund rückt.

Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht, es führt wirklich zu geistiger „Vergiftung“, wenn wir täglich mit Themen konfrontiert werden, die unsere Aufmerksamkeit auf Berichte oder Bilder von Gewalt, Hass und Konflikten richten, und ganz all gemein auf die Darstellung von Unglück in der Welt. Dieses Gift hat negative Konsequenzen: Depression, Angst, Pessimismus, Traurigkeit usw. […] Die Medien sollten die Menschen ermutigen, besser zu werden, anstatt sich auf die Mängel in der Gesellschaft und auf die Schwächen der Menschheit zu konzentrieren. Sie sollten zum Widerstand gegen Verhalten auffordern, das Krieg, Rassismus, Verbrechen und Fanatismus den Weg bahnt und all den Leidenschaften, welche das Menschengeschlecht degradieren. […] Wenn vornehmlich Sensationen gesendet werden, also Ereignisse, welche die Menschen über ihre Instinkte ansprechen, dann erfüllt die Berichterstattung nicht die Aufgabe, die sie wahrnehmen könnte. Durch die Art, wie höchst dramatische Ereignisse präsentiert werden, ergibt sich eine kollektive Visualisation, die Energien von der gleichen Qualität in Gang setzt. Wenn Millionen von Menschen zur gleichen Zeit auf niederschmetternde oder abwertende Nachrichten konzentriert sind, schaffen sie Unmengen von negativen Gedanken, die unmerklich Unglück oder Schmerz entstehen lassen. Diese Gedankenformen machen es auch verständlich, warum immer mehr Menschen Ängste entwickeln, da sie dem Einfluss negativer Energien, die so entstehen, ausgeliefert sind.

Wenn die Verantwortlichen verstehen würden, dass es besser wäre, positive Ereignisse ins Licht zu rücken als die negativen, die in den täglichen Berichterstattungen präsentiert werden, dann würden sie es der Gesellschaft ermöglichen, sich aufzurichten und für eine bessere Zukunft zu sorgen.“ Wir sollten „immer versuchen, solche Gesichtspunkte zu betonen, die zeigen, dass sich die Welt, auch wenn es nicht so scheinen mag, auf Ideale hin entwickelt, die zunehmend immer mehr humanistisch ausgerichtet sind. Gleichzeitig sollten wir uns besinnen und positiv gestimmte Gedanken an alle aussenden, die körperlich oder seelisch leiden. Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht, die Macht von Gedanken ist groß. Deshalb müssen wir sie auf nützliche und konstruktive Weise nutzen.“

> Zum Artikel "Der Einfluss von Nachrichtensendungen"

Als Rosenkreuzer leben

Wie können wir mit der alltäglichen Flut an negativen Informationen konstruktiv und aufbauend umgehen, so dass wir eben nicht passive Empfänger bleiben und ohnmächtig und machtlos resignieren? Wir müssen Position beziehen und uns entscheiden. Es hat wenig Sinn, sich nicht darüber klar zu werden, was man eigentlich will und diese diffuse Haltung dann als Offenheit zu bezeichnen. Wir müssen unseren Standpunkt bestimmen und uns nach unseren Idealen ausrichten.

Wir haben stets die Möglichkeit zu entscheiden, welche Gedanken und Bilder wir in uns aufnehmen möchten, ob diese aufbauend sind oder eben gerade nicht.  Wir selbst haben die Wahl und können entscheiden. Natürlich wird es nicht ausbleiben, auch mit negativen Informationen konfrontiert zu werden und sei es über die Nachrichten, die täglich über die schrecklichsten Dinge unserer Welt berichten. Doch auch hier liegt es an uns selbst, die richtige aktive, geistige Einstellung zu einem Geschehen zu gewinnen. Es nützt nichts, seiner Empörung über ein Unglück Luft zu machen und sich gedanklich an Vermutungen und Spekulationen über den Verlauf eines Dramas zu beteiligen. Eine derartige geistige Haltung nährt nur den unsichtbaren Prozess, der zur entsprechenden Realität geführt hat. Es ist besser, sich positiv auszurichten und geistig kosmische Kräfte der Unterstützung herbeizurufen, Kräfte, die ja nur darauf warten, durch uns kanalisiert und aufbauend eingesetzt zu werden. Wir müssen aktiv werden und das schöpferische Potential bewusst lenken, das uns der Kosmos ständig bereit hält. Wenn wir nichts unternehmen und in Neutralität verharren, dann tritt unweigerlich das vom Guten Abgekehrte auf den Plan. So sind nämlich Passivität und Neutralität treue Diener des Schlechten.

Doch stellen Sie sich einmal vor, was für eine positive geballte Kraft aufgebaut werden könnte, wenn abertausend Menschen in kürzester Zeit ihre aufbauenden Gedanken auf denselben dramatischen Ereignispunkt konzentrieren würden. So haben wir stets die Möglichkeit, ja die Pflicht, geistig zu handeln und aufbauende Kräfte auf den Plan zu rufen, damit der Ursache und dem Ausdruck des Zerstörerischen, dessen Zeugen wir geworden sind, Einhalt geboten werden kann.

Denn „wenn wir herausfinden, wer wir sind, kommen wir nicht umhin, die Möglichkeit ins Auge zu fassen, unsere Gewohnheiten aufzugeben. Und das erschreckt uns. Statt ein Risiko einzugehen, sagen wir lieber: „Ich habe nicht gehandelt, weil man mich nicht gelassen hat.“ Das ist bequemer. Und sicherer. Doch zugleich bedeutet es, auf ein selbstbestimmtes Leben zu verzichten“, so schreibt z.B. auch Paulo Coelho  in seinem aktuellen Roman „Die Schriften von Accra“.

Mit freundlichen Grüßen
AMORC - Die Rosenkreuzer

 

  

 

 

 
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