Newsletter Ausgabe 34 - Januar 2013

Wikipedia - Wahrheit und Wirklichkeit

Aus aktuellem Anlass beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe des AMORC-Newsletters mit Wikipedia, das in den letzten Wochen und Monaten immer wieder durch „falsche Artikel“ in die Schlagzeilen geraten ist. Die nachweislich falschen Aussagen des Wikipedia-Eintrages über AMORC hatten über sieben Monate Bestand und verdeutlichen die Gefahr unserer Zeit, in künstlich geschaffenen Scheinwelten zu leben. Natürlich können wir uns diesen Scheinwelten nicht völlig entziehen; mangelt es jedoch an entsprechendem Bewusstsein, läuft der Mensch Gefahr, das eigentliche Leben zu verpassen. Die Lehren des AMORC können den Menschen zu dieser Erkenntnis führen; er erkennt den Sinn seines Lebens und beginnt die Welt so wahrzunehmen, wie sie tatsächlich ist.

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

In den letzten Wochen gab es einigen Wirbel in der Presse um die englische aber auch um die deutsche Ausgabe von Wikipedia. Zahlreiche falsche Artikel sorgten dafür, dass die freie Enzyklopädie nun mit einem Experiment Konsequenzen zieht und es nicht mehr jedem ohne weiteres erlaubt ist, neue Artikel in der englischsprachigen Version einzustellen. Grundlage des Erfolgs von Wikipedia war bislang der Grundsatz, dass jeder Artikel einstellen und bearbeiten konnte und die Nutzerscharen quasi die Richtigkeit der Einträge überwachen würde. Doch dieses Prinzip der Selbstkontrolle der Nutzer scheint Grenzen des Funktionierens zu haben. Neben der Tatsache gezielt manipulierter und vorsätzlich manipulativer Texte existieren grobe Mängel bei der formalen sowie bei der inhaltlichen Qualität. Immer wieder kam es auch zu aufsehenerregenden Manipulationen, über die auch die Presse berichtet hat. Wikipedia selbst listet eine ganze Reihe von Fehlern auf, inklusive Angaben darüber, wie lange falsche Artikel bestehen blieben. Nachweislich falsche Einträge, die über mehrere Jahre Bestand hatten, sind keine Ausnahme. Für die deutsche Ausgabe sind bislang keine Änderungen der Benutzerrichtlinien vorgesehen. Nach wie vor ist es möglich, völlig anonym, d.h. ohne Angabe von persönlichen Daten, gezielt falsche Informationen zu verbreiten, sei es durch Anlage neuer Artikel oder Änderung bestehender Einträge.

Auch die deutsche Zentrale von AMORC hat schlechte Erfahrungen mit Wikipedia gemacht.  Bis zum Mai letzten Jahres stand auf der deutschsprachigen Version von Wikipedia ein Eintrag über AMORC, der zwar distanziert über AMORC informierte, zumindest aber sachlich richtige Inhalte vorweisen konnte. Ab Mai letzten Jahres begann dann eine gezielte Aktion gegen AMORC. Anonym wurden nachweislich falsche Behauptungen platziert, so u.a. AMORC sei von den französischen Behörden als Sekte eingestuft. Richtigstellungen, die Mitarbeiter von AMORC vornahmen, wurden regelmäßig innerhalb kürzester Zeit entfernt. So zum Beispiel, dass es sich bei der im Jahr 2007 in Frankreich vorgenommenen Einstufung um eine Verwechslung handelte, die entsprechend zurück genommen wurde. Tatsächlich ist die Bezeichnung Rosenkreuzer nicht gesetzlich geschützt und es existieren zahlreiche Vereinigungen, die sich auf das Rosenkreuzertum berufen, so dass es immer wieder zu Verwechslungen kommt. Beweise für die Verwechslung, die AMORC als der authentische Nachfolger vorlegte und zahlreiche Schreiben französischer Regierungshäupter sowie der Sektenkommission an den französischen Direktor von AMORC wurden nicht nur ignoriert, mehr noch, die Autoren warfen AMORC auf der Diskussionsseite zum Artikel Manipulation und Fälschung vor, offensichtlich ohne dabei zu bemerken, dass Sie dadurch ihre eigene Geisteshaltung offenbarten. In den notariell beglaubigten Schreiben heißt es, dass die Einstufung als Sekte durch nichts gerechtfertigt sei und man die Schwierigkeiten bedauere, die durch die fälschliche Einstufung hervorgerufen seien.

Erst nach mehreren Monaten und nach Androhung einer gerichtlichen Vorgehensweise gegen die falsche Behauptung bzw. deren Urheber konnte sich AMORC mit der Richtigstellung durchsetzen. Einige weitere Falschaussagen wurden in diesem Zusammenhang ebenfalls entfernt. Nach wie vor ist der Artikel jedoch tendenziös geschrieben und enthält auch weiterhin Passagen, die durch unzulässige Verkürzungen und suggestive Formulierungen versuchen, AMORC in einem ungünstigen Licht erscheinen zu lassen. Der Artikel enthält nach wie vor grobe Mängel sowohl bei der formalen als auch bei der inhaltlichen Qualität, die auf die beiden anonymen Hauptredakteure zurückzuführen sind. Was mag die Ursache für deren Vorgehensweise sein?

Unterstellt man den Autoren nicht böswilligen Vorsatz, so könnten natürlich deren Weltbild und die entsprechenden Überzeugungen die Ursache sein. In diesem Fall sollte man den beiden zugute halten, dass sie möglicherweise sogar aus einer edlen Absicht heraus gehandelt haben, spricht doch deren Hartnäckigkeit eher für Überzeugungstäter, die aus vermeintlich guter Absicht heraus gehandelt haben mögen. Wir vertrauen darauf, dass ernsthaft interessierte Menschen und Suchende in der Lage sind, sich ein eigenes Urteil zu bilden, auf authentische Quellen zurückgreifen und sich direkt bei AMORC informieren und ihren eigenen Erfahrungen vertrauen. So gibt es jährlich mehrere Hundert Veranstaltungen in den AMORC-Städtegruppen und somit zahlreiche Möglichkeiten, sich aus erster Hand zu informieren und Menschen kennen zu lernen, die die Weisheitslehren der Rosenkreuzer studieren und bestrebt sind, diese in ihrem alltäglichen Leben umzusetzen und zu verwirklichen.

Wir denken, dass dieser Artikel mit Falschaussagen über AMORC weniger ein Problem darstellt, als vielmehr die Tatsache, dass in unserer heutigen Zeit die große Gefahr besteht, Information mit Wissen oder gar Weisheit zu verwechseln und dadurch in künstlich geschaffen Welten zu leben und es nicht zu merken; ja schlimmer noch, nämlich dadurch das eigentliche Leben zu verpassen. So bieten beispielsweise die Medien und damit auch Wikipedia eine faszinierende Kunstwelt und gefährlich wird es, wenn deren phantastisch anmutenden Kulissen mit der Wirklichkeit verwechselt werden. Auch die Finanzwelt und die Gesundheitswelt sind machtvolle Scheinwelten. Wollte AMORC sämtliche die Organisation betreffenden Falschaussagen im Internet richtig stellen bzw. korrigierend eingreifen, bestünde kein Möglichkeit mehr, dem eigentlichen Auftrag gerecht zu werden, nämlich die universalen Lehren der Rosenkreuzer zu bewahren und jedem ernsthaft Suchenden zugänglich zu machen, geht es hierbei doch um Einsichten und Erfahrungen, die die Grundlagen unserer Existenz betreffen und die jedem zugänglich sind. AMORC weist hierzu einen authentischen und vollständigen spirituellen Weg, der in einer praktischen Lebensphilosophie mündet. Naturgemäß ist die Hauptaufgabe, die es zu bewältigen gilt, die praktische Anwendung des Gelernten im Alltag. Ein Wissen, das nicht umgesetzt wird, erscheint wertlos. Der Weg der spirituellen Entfaltung ist ein langer Weg, der keine Abkürzungen kennt und der bis zur Erleuchtung und spirituellen Meisterschaft führen kann. Dieser in der abendländischen Tradition verwurzelte Weg im Zeichen des Rosenkreuzes führt zu der unvergänglichen Lehre über die Gesetze der Schöpfung und des Menschen, die vor allem geistiger Natur sind. Die Antwort der Rosenkreuzer auf die Frage nach dem Sinn des Lebens führt zum „Erkenne dich selbst!“; denn wir haben alles in uns, was wir benötigen, um uns selbst zu erkennen. Rosenkreuzer betrachten sich als „lebendige Fragezeichen“, sind die überlieferten Lehren dieser Weisheitsschule doch jenseits von Dogmatismus und Sektiererei.

Mit freundlichen Grüßen
AMORC - Die Rosenkreuzer

 

  

 

 

 
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