Newsletter Ausgabe 33 - November 2012

Die mystische Bedeutung der Wiederkehr des Lichtes

Wir nähern uns der Zeit der tiefsten Dunkelheit; der Dezember ist nach alter Tradition der Monat der "Wiederkehr des Lichtes", ein Ereignis, das von den Rosenkreuzern weltweit in den AMORC-Städtegruppen mit einer besonderen Zeremonie begangen wird. Wir gedenken dabei des Inneren Lichtes des Menschen, das für die Erneuerung der Wahrheit und die kosmischen Kräfte steht und laden Sie herzlich ein, diese erhebende Zeremonie in einer unserer Städtegruppen zu erleben. Dieses Licht vermittelt die Weisheit einer höheren Welt und führt uns über das rein Irdische hinaus. Durch die Erneuerung des Lebens finden wir die erforderliche geistige Ausrichtung, um in Harmonie mit den schöpferischen Kräften für eine neue Zukunft zu wirken.

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

Zu Beginn fast unmerklich wurden die Tage immer kürzer und wir nähern uns der dunkelsten Zeit des Jahres, jener Periode des Jahres, in der die Natur sich zurückgezogen hat und zu schlum¬mern scheint. Die Novembernebel haben sich verzogen und Kälte hat die Landschaft fest im Griff und auch die Menschen ziehen sich mehr in ihre vier Wände zurück. Die Natur hat ihre aktive Periode hinter sich, der Höhepunkt der Reife liegt weit zurück und die Sonne hat sich entfernt. Im Rhythmus der Natur strebt auch der Mensch dem tiefsten Punkt der Verinnerlichung zu, an dem die Umkehr beginnt und das symboli¬sche Licht seinen Einzug hält. So können Mensch und Natur erneut beginnen, die inneren Kräfte aufzubauen und sich auf eine neue Phase der Aktivität vorzubereiten, damit zu gegebener Zeit sichtbares Wachstum in der äußeren Welt möglich werde.

Wie in der Natur, so ist auch im Mittelpunkt des menschlichen Wesens der innerste Punkt jenes Licht, aus dem alles hervorging. Hier ist das Zentrum seines Wesens, und zu diesem inneren Licht müssen wir immer wieder zurückkehren, um mit ihm in Verbindung zu bleiben, woraus uns alle Erkenntnis und Hilfe, die wir benötigen, zufließen. Gerade in dieser besonderen Zeit der Wiederkehr des Lichtes kann der Mensch, wenn er sich nicht von äußerlichen, profanen Aktivitäten beherrschen lässt, sondern gelernt hat, Innenschau zu halten, besondere Wirkungen erfahren und die Kraft der geistigen Ordnung verspüren. In unseren Seelen existiert nach wie vor das jahrtausendealte Bedürfnis nach Verinnerlichung und Besinnlichkeit.

In alten Zeiten wurden gerade in dieser Periode des Jahres die symbolischen Geburtstage großer Avatare oder "Lichtbringer" begangen; Lichtbringer, da sie erneut das Licht in der Welt entzündet haben; auch lange schon, bevor unser christlich geprägtes Abendland ebenso den symbolischen Geburtstag seines höchsten Licht¬bringers zu diesem Zeitpunkt festsetzte. Festgelegt wurde das Datum der Geburt des Christus erst unter Kaiser Konstantin I. im vierten Jahrhundert nach Christus. Bewusst wurde mit dem 25. Dezember als Symbol für Christi Geburt jener Tag gewählt, auf den mit der Julianischen Kalenderreform 45 vor Christus die Wintersonnenwende fiel, der kürzeste Tag im Jahr und die längste Nacht. An diesem Tag scheint die Sonne an ihrem tiefsten Punkt still zu stehen, worauf das lateinische Wort „Solstitium“ als „Stillstand der Sonne“ verweist. Der Begriff Sonnenwende zeugt von der Wendung im Lauf der Sonne, die quasi aufersteht. Das Licht siegt über die Finsternis.

Die Wiederkehr des Lichtes erinnert an jenes höhere Bewusstsein, das dem Menschen gegeben wurde und das er anstreben muss, will er in seiner Höher-Entwicklung weiterschreiten. Es ist das dem Menschen innewohnende Kosmische Bewusstsein, das über dem Bewusst¬sein des profanen Daseins steht und das in der Christenheit mit der Person Jesus dargestellt wird, dem man die Bezeichnung Christus gegeben hat, eine Bezeichnung, die nur einem Menschen, der eine so hohe Bewusstseinsform erreicht hatte, zuteil werden konnte, der dadurch fähig geworden ist, jenes Christus- oder Kosmische Bewusstsein zu leben. So steht in unserem abendländischen Kulturkreis der größte aller Lichtbringer, Christus, dafür, dass in jedem von uns dieses Licht aufgehen möge, welches die hohe spirituelle und geistige Lehre stets erneuert und neue Impulse für die kommende Zeit vermittelt.

Lichtfest in den AMORC-Städtegruppen

Für die Rosenkreuzer war die Wiederkehr des Lichtes schon immer und zu allen Zeiten ein großes Ereignis, stehen sie damit doch im Einklang mit den alten Kulturen und bringen dadurch die zeitlose Weisheit dieser uralten Tradition zum Ausdruck. In fast allen Kulturen wird der Wiederkehr des Lichtes gedacht, wenn auch unter den verschiedensten Bezeichnungen.

Nach alter Tradition gedenken die Rosenkreuzer mit dem Lichtfest der Wiederkehr des Lichtes und bringen dies in einer feierlichen, die Seelenkräfte stärkenden Zeremonie zum Ausdruck. Es gilt die Verbundenheit zur Natur zu erneuern und zur Erstarkung des Lichtes beizutragen. Die Rosenkreuzer haben dieser Periode des Jahres schon immer eine hohe Bedeutung beigemessen, denn was für die Natur gilt, hat auch Bedeutung für den Menschen. In dieser Zeit der Dunkelheit wird das Licht geboren und so wie in der Natur im verborgenen Geistigen jedes Jahr neues Wachstum vorbereitet wird, so gilt dies auch für den Menschen, der sein inneres Licht suchen soll. Hat er dieses gefunden, so gilt es, dieses durch sein eigenes Tun, durch sein Verhalten und seine Arbeit an sich selbst am Leuchten zu halten, es weiter zu stärken und dadurch seinem Leben einen tieferen Sinn zu verleihen.

Die AMORC-Städtegruppen laden Sie herzlich ein, an dieser Festlichkeit zur Wiederkehr des Lichtes teilzunehmen. Lernen Sie Menschen kennen, die sich mit dem Gedankengut der Rosenkreuzer auseinander setzen und erleben Sie die zeitlose Weisheit dieser uralten Tradition. Auf unserer Internetseite finden Sie eine Städtegruppe in Ihrer Nähe.

> Zu den AMORC-Städtegruppen in Ihrer Nähe

Es ist ein schöner Brauch in unserer abendländischen Kultur, dass dem Höhepunkt der Wiederkehr des Lichtes eine Zeit der Vorbereitung vorausgeht, die in der christlichen Tradition als Adventszeit bezeichnet wird. Wir befinden uns also in einer Vorbereitungszeit, denn es heißt, dass vier Stufen der Vorbereitung der Wiederkehr des Lichtes vorausgehen sollten. Dies wird durch die vier Advents-Sonntage dargestellt. Rosenkreuzer kennen diese Tradition, indem sie sich verstärkt auf die Bedeutung besinnen, an den eigenen vier mystischen Elementen zu arbeiten, um sie zu harmonisieren und meistern zu lernen. Die Zeremonie zur Wiederkehr des Lichtes in den Städtegruppen weist darauf hin und trägt dazu bei.

Bedeutendstes Ereignis der dunklen Jahreszeit ist sicherlich die Wiederkehr des Lichtes. Ebenso wie der erneuten Geburt des Lichtes eine Vorbereitungszeit vorausgeht, in der christlichen Kultur die sog. Adventszeit, so sind auch die Tage „zwischen den Jahren“ von besonderer Bedeutung. Natürlich gibt es äußerlich betrachtet keine Zeit zwischen den Jahren, doch das seelische Empfinden ist ein anderes. Das Alte ist noch nicht vorüber und das Neue hat noch nicht begonnen. In dieser Zeit des Übergangs scheint die Zeit anders zu verlaufen und hat eine ganz besondere Qualität. In dieser Zeit begegnen sich das alte Mondjahr mit seinen 354 Sonnentagen und das neue Sonnenjahr, das 365 Tage umfasst. 12 symbolische Nächte liegen folglich zwischen den Jahren, eine besondere Zeit, außerhalb der gewohnten Ordnung, die Grenzen zwischen den Welten scheinen durchlässig. Ganz besondere Nächte liegen zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar, an dem der eigentliche Beginn eines neuen Jahres angesiedelt war. Die sog. Raunächte liegen zwischen der heiligen Nacht und der Nacht vor dem symbolischen Fest der Ankunft der heiligen drei Weisen. Die christliche Liturgie feiert die „Erscheinung des Herrn“ (Epiphanias) als ein klares Zeichen, dass die dunklen Tage nun endgültig vorbei sind. Noch heute ist dieser Tag der eigentliche Höhepunkt der Weihnachten in den orthodoxen Kirchen.

Mit der Wiederkehr des Lichtes wird ein Licht in uns entfacht, das uns in den kommenden Monaten als Leuchtfeuer auf unserem Lebensweg dienen kann. Doch kann dieses Licht nur in der Finsternis geboren werden. Die Zeit zwischen den Jahren mit ihren heiligen Tagen und Nächten ermöglicht uns die bewusste Verbindung mit der Kosmischen Ordnung, deren Kraft uns hilft, sich auf das vor uns liegende Jahr auszurichten. Eingebunden in die Rhythmen der Natur erkennen wir die Kosmische Ordnung, deren aufbauende Kräfte stets wirken und uns zu gute kommen und dabei über uns selbst hinausweisen. Die Rosenkreuzer haben dieser Periode des Jahres immer eine hohe Bedeutung beigemessen, denn was für die Natur gilt, hat auch Bedeutung für den Menschen, ist er doch ein Teil davon.

So verbleiben wir mit den besten Wünschen für wahren inneren Frieden und
wünschen Ihnen eine besinnliche Adventszeit und frohe Festtage sowie alles Gute für das neue Kalenderjahr 2013!

Mit freundlichen Grüßen
AMORC - Die Rosenkreuzer

  

 

 

 
KONTAKT AMORC - Die Rosenkreuzer
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D-76530 Baden-Baden
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