Newsletter Oktober 2011

Die Vier Mystischen Elemente und die Meisterung des Lebens

Diese aktuelle Ausgabe des Newsletters von AMORC - Die Rosenkreuzer ist einer Annäherung an die vier mystischen Elemente gewidmet, deren Harmonisierung eine besondere und niemals abgeschlossene Rolle bei der Meisterung des Lebens zukommt. Der Artikel über die vier qabbalistischen Welten führt zu einer Betrachtung der vier Elemente von der kosmischen Ebene her, der auch die uns bekannten Elemente im Irdischen entspringen.

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

wenn die Rosenkreuzer von der Meisterung des Lebens als Lebensziel sprechen, dann verstehen sie darunter, dass der Mensch damit anstrebt, in seinem eigenen irdischen Leben die Meisterung über die vier Elemente zu erlangen. Alles was auf der Ebene der Manifestation existiert, schöpft sein Wesen aus dem Quell der vier Elemente. Der Mensch ist von ihnen abhängig, was Paracelsus zur Aussage veranlasst: „Die vier Elemente bilden die universelle Welt und aus ihnen wird auch der Mensch gebildet. Dieser Mensch stellt eine kleine Welt in sich dar, ein Auszug aller Sterne und aller Planeten des Firmamentes, als auch ein Auszug der Erde, der Luft, des Wassers und des Feuers.“ Hierbei geht es um das Feuer, welches symbolisch für des Menschen Instinkte und Gefühle steht, das Wasser, welches sein Unterbewusstsein und Oberbewusstsein bildet, die Luft, die seinen Intellekt und Verstand darstellt und schließlich die Erde, welche den Leib symbolisiert, also den physischen und psychischen Körper des Menschen.

Wie aber sollen wir vorgehen, um schließlich einmal zu erreichen, Gefühle und Empfindungen, Bewusstsein, Intelligenz und Verstand, aber auch den inneren und äußeren Körper so ausgewogen und gezielt zu lenken, dass dies als meisterhaft bezeichnet werden kann? Worte sind nicht ausreichend, um die Beschaffenheit eines jeden der vier Elemente beschreiben zu können. So sollte man sich bei der Betrachtung der Elemente von deren Namen leiten, aber nicht verleiten lassen. Zum Verständnis ihrer wahren Natur können wir nur durch Vergleiche, Naturbeobachtung, eigenes Nachdenken und wiederholte Meditationen gelangen. Schon zu Beginn seines Studiums erfährt das AMORC-Mitglied, dass der Rosenkreuzer an nichts glaubt, was er nicht durch eigene Erfahrung sich selber ins eigene Bewusstsein gebracht hat. Dieser Art praktisch erworbenes Wissen führt zu Erkenntnis, und diese Erkenntnis führt auf den Weg, der mit der Zeit jenes innere Erkennen ermöglicht, nach dem sich jeder Sucher auf dem Pfade sehnt.

Machen wir uns bewusst, dass es keine menschlich entwickelte Erkenntnis gibt, die endgültig ist. Alles was der Mensch durch Entdeckung, Schöpfung und Entwicklung realisiert und erreicht hat - und dazu zählen nebst intellektueller Errungenschaften auch seine Erfahrungen auf psychischem Gebiet - all dies ist nur von relativer Bedeutung; dies deshalb, weil alle unsere Erkenntniswerte laufend einem Wandel unterworfen sind. Eines der grundlegenden Prinzipien rosenkreuzerischer Philosophie - aus kosmischer Sicht - lautet, dass alles immer in Bewegung ist. Das Universum existiert als Folge von Schwingungsvorgängen. Und diese Schwingungen verdanken ihre Existenz einer dahinter wirkender Kraft. Alles ist immer im Fluss: - „panta rhei“ nannte dies Heraklit im Antiken Griechenland.

Die Vier Mystischen Elemente

Der mystischen Tradition entsprechend gibt es vier Elemente, aus denen jegliche Substanz besteht. Jedes Element ist seinem Wesen nach ein Zweifaches. Es ist sowohl schwingende Essenz als auch Substanz. Jedes Element ist auch in seiner Äußerung zwiefach. Es kann sowohl positiv als auch negativ wirken, und dies sowohl im Bereich des Immateriellen als auch im Bereich des Materiellen. Darüber hinaus kann jedes Element sowohl in der Welt des Menschen, dem Mikrokosmos, als auch im Universum, dem Makrokosmos, wirksam werden.

Das Feuer entspricht im Makrokosmos der reinen Essenz der Welt der Archetypen, der Urformen und im Mikrokosmos des Menschen der Fähigkeit zu Sinneswahrnehmungen und Empfindungen, den Instinkten und Gefühlen. Das Wasser umfasst die Welt der Schöpfungen und beim Menschen das duale Bewusstsein nach dem Gesetz, dass alles Geschöpfte das Gesetz der Zweiheit widerspiegelt. Die Luft umspannt die Welt der Formgebungen und Ausgestaltungen. Hier nehmen die ursprünglichen Gedankenformen und Ideen Gestalt an und warten darauf, durch menschlichen Verstand und Intellekt aufgegriffen zu werden. Die Erde stellt die Welt der Erscheinungen durch Materie dar, und beim Menschen entsprechen diese seinem physischen und seinem psychischen Körper. Im Menschen umfasst jedes der alchemischen Elemente einen Wesensbestandteil des Menschen in dessen doppeltem Aspekt. Das Feuer symbolisiert die Gefühle des Menschen, die rein körperlichen wie auch die geistigen. Das Wasser symbolisiert das menschliche Bewusstsein, das Oberbewusstsein wie auch das Unterbewusstsein. Die Luft stellt den Intellekt des Menschen dar in seiner praktischen wie auch in seiner die Erscheinungswelt überschreitenden Tätigkeit durch den Verstand. Die Erde steht für den Körper des Menschen, sowohl in materieller als auch in immaterieller Hinsicht, also für den Leib des Menschen.

Auch eine Initiations-Dimension ist den Vier Elementen eigen, welche die vier Haupt-Etappen widerspiegelt, die der Mensch im Verlauf seines spirituellen Weges erfährt. Die Erde symbolisiert dabei die physischen und materiellen Versuchungen, denen er in seinem täglichen Leben ausgesetzt ist. Das Wasser ruft das Bedürfnis nach Reinigung hervor, das er empfindet, wenn er sich der Notwendigkeit, sich zu vervollkommnen, bewusst geworden ist. Das Feuer entspricht dem gereinigten Verlangen, das er erhält, wenn er den erforderlichen inneren Zustand erlangt haben wird. Unter diesem Blickwinkel gleicht das Leben jedes Menschenwesens einer Initiation, die seine Seele der Symbolik der vier Prinzipien aussetzt. Die Luft bildet die innere Schau, die emporhebt, hin zum Spirituellen, das der Mensch an einem bestimmten Punkt seiner Entwicklung zu erfahren vermag.

Die der Erde, der Luft, dem Wasser und dem Feuer zuerkannte Symbolik ist sowohl sehr ausgedehnt als auch ganzheitlich, denn sie findet auf allen Ebenen der Schöpfung ihre Anwendung und umspannt sowohl die materiellen als auch die spirituellen Aspekte der Existenz. Es erstaunt somit nicht, dass die Philosophen, die Denker und die Weisen der Symbolik der vier Prinzipien immer viel Beachtung geschenkt haben.

Die Vier Qabbalistischen Welten

Eine der alten Überlieferungslinien, die die Rosenkreuzer besonders pflegen ist die Kabbala, die mit anderen spirituellen Überlieferungen auf einem gemeinsamen Urgrund steht, was auch deren Übereinstimmung wesentlicher Punkte erklärt. Im Lichte dieser Überlieferung setzt sich die Kabbala ebenfalls mit den vier Elementen auseinander, allerdings von der kosmischen Ebene her. Denn von der kosmischen Ebene kommen sie schlussendlich auch, die uns bekannten Elemente im Irdischen, sozusagen aus dem geistigen Schoss der Schöpfung.

> zum Artikel: Die Vier Qabbalistischen Welten

Mit freundlichen Grüßen
AMORC - Die Rosenkreuzer

 

  

 

 

 
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