Newsletter Mai 2011

Von der Aktualität der zeitlosen Weisheit
- 10 Jahre Positio Fraternitatis Rosae Crucis -

Im Jahr 2001 wurde das vierte Manifest der Rosenkreuzer, die Positio Fraternitatis Rosae Crucis veröffentlicht. Zehn Jahre später erscheint deren Inhalt und Aufruf aktueller und dringlicher denn je. Mit dieser Ausgabe des Newsletters von AMORC - Die Rosenkreuzer soll daher die Positio nochmals Verbreitung finden. Ein Artikel von Christian Bernard bringt einige Gedanken zur Positio Fraternitatis Rosae Crucis. Die mit der Positio in Verbindung stehende Utopie der Rosenkreuzer hilft bei der geistigen Ausrichtung und dem bewussten Lenken der stets aufbauenden schöpferischen Kräfte zum Wohle der Menschheit. Ein aktuelles Interview mit Maximilian Neff gibt eine schöne Einführung in den traditionellen Weg des Rosenkreuzes, den vollständigen westlichen Weg zu wahrer Spiritualität.

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

Anfang des 17. Jahrhunderts traten die Rosenkreuzer mit drei Schriften an die Öffentlichkeit: Fama Fraternitatis (1614), Confessio Fraternitatis (1615) und Chymische Hochzeit Chritiani Rosenkreutz (1616). Mit der Veröffentlichung dieser drei historischen Manifeste traten die Rosenkreuzer erstmals unter dieser Bezeichnung an die Öffentlichkeit. Zuvor machten die Umstände es erforderlich, sich wechselnde Bezeichnungen zu geben. Seit dieser Zeit steht der Begriff des Rosenkreuzes für die uralte, zeitlose spirituelle Weisheit abendländischer Tradition, deren Ursprung laut der Überlieferung bis auf das antike Ägypten zurück reicht und darüber hinaus.

Diese Schriften erschienen zu einer Zeit, in der Europa eine Existenzkrise durchzustehen hatte. Politisch zerrüttet, zerfleischte es sich in wirtschaftlichen Interessenkonflikten; Religionskriege streuten eine Saat von Unheil und Trostlosigkeit bis zum heimischen Herd; die Wissenschaft schwang sich auf und gab sich eine materialistische Ausrichtung; die Lebensbedingungen waren für die meisten Menschen erbärmlich. Die ganze Gesellschaft war zu dieser Zeit im Umbruch, aber es mangelte ihr an Anhaltspunkten, um sich im Sinne des allgemeinen Interesses zu entwickeln.

Die Geschichte wiederholt sich und setzt immer wieder gleichartige Ereignisse in Szene, aber auf einer ausgedehnteren Ebene. Fast vier Jahrhunderte nach der Veröffentlichung der drei ersten Manifeste stellen die Rosenkreuzer der gegenwärtigen Zeit schon wieder fest, dass die ganze Erde, nicht mehr nur Europa, mit einer noch nie da gewesenen Existenzkrise konfrontiert wird, und zwar auf allen Gebieten wie Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Technologie, Ökologie, Religion, Moral, Kunst usw. Gewiss, der heutigen Menschheit geht es nicht gut. Aus diesem Grunde haben die Rosenkreuzer der gegenwärtigen Zeit es getreu der Tradition und dem Ideal für notwendig erachtet, auf dem Weg dieser Positio sich zu erkennen zu geben. Das vierte Manifest der Rosenkreuzer, die Positio Faternitatis Rosae Crucis, erschien zu Beginn des neuen Jahrtausends, im Jahr 2001. Zehn Jahre nach Veröffentlichung des vierten Manifestes der Rosenkreuzer, der Positio Fraternitatis Rosae Crucis, scheint Ihr Inhalt und Aufruf aktueller und dringlicher denn je.

Die Positio Fraternitatis Rosae Crucis ist keine Abhandlung von den letzten Dingen. In keiner Weise ist sie apokalyptisch ausgerichtet. Wie schon erwähnt, ist es ihr Ziel, die Einstellung der Rosenkreuzer im Hinblick auf den Stand der gegenwärtigen Welt wiederzugeben und das hervorzuheben, was uns mit Besorgnis erfüllt im Hinblick auf ihre Zukunft. Wie schon unseren Brüdern in der Vergangenheit, liegt es auch uns am Herzen, zu vermehrtem Humanismus und verstärkter Spiritualität aufzurufen, denn davon sind wir überzeugt, dass der in der modernen Gesellschaft zur Zeit vorherrschende Individualismus und Materialismus nicht dazu angetan ist, den Menschen das Glück zu verschaffen, nach dem sie mit Recht streben.

Die Menschheit ist heutzutage verwirrt und fassungslos. Die immensen Fortschritte, die ihr auf materieller Ebene gelungen sind, haben sie nicht wirklich glücklich gemacht und gestatten es ihr nicht, heiter in die Zukunft zu blicken, denn sie vergegenwärtigt sich Kriege, Hungersnöte, Epidemien, Naturkatastrophen, Gesellschaftskrisen, Beraubung elementarster Freiheitsgebote, alles Geißeln, welche der Hoffnung spotten, die der Mensch in seine Zukunft gesetzt hatte. Dies ist der Grund, dass wir diese Botschaft an den geneigten Zuhörer richten, der bereit ist, sie aufzunehmen. Sie entspringt dem gleichen Geist, dem auch die drei Manifeste der Rosenkreuzer des 17. Jahrhunderts entstammen, doch um sie zu verstehen, ist man angehalten, mit Wirklichkeitssinn im großen Buch der Geschichte zu lesen und einen ungetrübten Blick auf die Menschheit zu werfen, dieses großartige Bauwerk, das Männer und Frauen auf ihrem Entwicklungsweg geschaffen haben.

> Zur Positio Fraternitatis Rosae Crucis


Die richtige Befolgung der in der Positio verborgenen Lebensweisheit führt zur Harmonie mit den Gesetzen des Kosmos und dem Willen der Welt. So erreichen wir, dass Harmonie und Kraft in unserem Dasein immer sichtbarer an die Stelle von Disharmonie und Schwäche treten, individuell und kollektiv. Immer sind die stets aufbauenden schöpferischen Kräfte des Kosmos am Werk. Diese gilt es bewusst zu lenken und wir sollten uns so oft als möglich mit ganzem Herzen und Verstand in den Dienst der Einheit der Welt stellen.



> Zum Artikel: Gedanken zur Positio Fraternitatis Rosae Crucis - Rosenkreuzer-Manifest für das 3. Jahrtausend


Nach Platon "ist die Utopie die ideale Gesellschaftsform, zu der sich die Menschheit hinentwickeln soll. Vielleicht ist es unmöglich, sie auf Erden zu realisieren, aber auf sie sollte ein Weise all seine Hoffnung setzen." Die heutigen Rosenkreuzer appellieren an den guten Willen aller und jedes Einzelnen, damit diese Utopie eines Tages zum größten Wohl für die Menschheit zur Wirklichkeit werde. Vielleicht wird dieser Tag nie kommen, doch wenn sich alle Menschen guten Willens anstrengen, daran zu glauben und entsprechend zu handeln, dann kann die Welt nur besser werden ...

> Rosenkreuzer-Utopie


In der aktuellen Ausgabe des Magazins LEBENSKUNST gibt Maximilian Neff, der Leiter von AMORC - Die Rosenkreuzer im deutschen Sprachraum eine Einführung in den traditionellen Einweihungsweg der Rosenkreuzer.


> Zum Reprint des Artikels: Im Gespräch mit Maximilian Neff

Mit freundlichen Grüßen
AMORC - Die Rosenkreuzer

 

  

 

 

 
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