Abstimmung

Während ihres zeitlich begrenzten Aufenthaltes im menschlichen Körper verbleibt die Seelen-Essenz in Verbindung oder Abstimmung mit der großen göttlichen Quelle, der sie entsprungen ist und zu der sie zurückkehren wird. Alle Seelen-Persönlichkeiten auf dieser irdischen Ebene sind in beständiger Abstimmung untereinander. Weil die Seelen-Persönlichkeit auf alle anderen Seelenpersönlichkeiten abgestimmt ist, wirken Gedanken-Schwingungen auf große Entfernungen. Wenn wir uns selbst auf den Geist Gottes abstimmen, dann können wir Gesetze, Regeln und tatsächliches Wissen in uns aufnehmen, worauf man sich wirklich fest verlassen kann.

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AMRA

Wenn Sie um eine ganz bestimmte Hilfe bitten und Ihrer Bitte wird entsprochen, dann sind Sie kraft des Gesetzes AMRA verpflichtet, einen Ausgleich herbeizuführen, indem Sie an andere etwas von dem Nutzen weitergeben, den Sie erreicht haben.

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Anbetung

Ein Vorgang, bei dem die Seele des Menschen sich ihres Einsseins mit der Seele Gottes gewahr wird. Anbetung verleiht dem Menschen die Erkenntnis seiner Sendung im großen Plan von allem, was ist. Anbetung, niemals Selbstzweck, muss Zeugnis sein für den tiefen Wunsch des Menschen, alles zu tun, um auf eine höhere Ebene der Erkenntnis des gedanklich Angebeteten zu gelangen. Anbetung ist im Wesentlichen ein Vorgang oder Zustand, der im Menschen selbst vorhanden ist. Da bestimmte physische Hilfen wertvoll sind, um eine geeignete Umgebung zu schaffen, muss die wahre Anbetung im Sanktum des eigenen Wesens des Menschen durchgeführt werden.

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Atem des Lebens

In den Lehren der Rosenkreuzer wird dieser Begriff verwendet, um auf NOUS Bezug zu nehmen. Indessen handelt es sich sozusagen um ein Zusammenspiel von vitaler Lebenskraft und kosmischem Bewusstsein.

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Auge, das alles-erschauende Auge

Das alles-erschauende Auge stellt die alles erfassende Sicht und das Bewusstsein Gottes dar, vor dem nichts verborgen ist. Man sieht es in den meisten Rosenkreuzer-Logen und –kapiteln in der ganzen Welt am Pult des Meisters im “Osten“.

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Aura, menschliche Aura

Ein Gemenge positiver und negativer Schwingungen. Die negativen Schwingungen stammen aus der Geist-Energie der Atome, welche den Stoff unserer Leiber aufbauen. Die positive Quelle der Aura ist die vitale Lebenskraft, die mit jedem Atemzug in unseren Körper aufgenommen wird. Die Aura ist unter vielerlei Bedingungen sichtbar, sie spricht auch auf bestimmte Instrumente an. Je kräftiger und gesünder der leibliche Körper ist und je tiefer wir frische Luft einatmen, desto magnetischer wird unsere Aura. Unsere Aura bleibt nicht immer gleich. Veränderungen in der Umgebung, der Gesundheit und der Art zu denken können ihre Farbe wandeln. So wie jedes Lebewesen eine Aura hat, so hat auch jeder unbelebte Körper eine solche. Darüber hinaus bekommen solche Substanzen einen magnetischen Einfluss von Menschen, die im Besitz dieses Menschen gewesen sind. Sie behalten die Ausstrahlungen der menschlichen Aura in ihrem eigenen Wesen.

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Bestattung

Der rosenkreuzerische Bestattungsdienst ist ein feierlicher Brauch zum geistigen Gedenken, wobei diejenigen, die sich um den Leib des Bruders oder der Schwester versammeln, an einem Ritual teilnehmen, das für das Durchschreiten einer höheren Initiation desjenigen bedeutsam ist, der nun nicht mehr länger auf das Werk des Ordens in seiner materiellen Form auf dieser Ebene beschränkt ist.

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Bewusstsein

Eine Eigenschaft der Seele. Es ist die geistige Seite des Lebens, welche Empfinden, Erkennen und Nachdenken umfasst, und deren tätige Wesenszüge Imagination (Schöpfergabe), Aspiration (Streben und Sehnen) und Inspiration (Weg- und Zielweisung) sind. Das Bewusstsein ist Mittelpunkt im Leben des Menschen, im Gleichgewicht zwischen zwei Welten und natürlicherweise beiden gegenüber aufgeschlossen. Eine der Pflichten des Bewusstseins ist die Reaktion auf Umgebung und Umwelt. Eine andere ist es, das belebte Etwas auf die eigenen, angeborenen Tätigkeiten oder auf das eigene Sein einzustellen. Das Göttliche Bewusstsein im Menschen besitzt seine besonderen Fähigkeiten zur Erkenntnis der Wahrheit und seinen eigenen Bereich von Wirken. Dieser seelische Teil des Bewusstseins ist das Innere Selbst. Das körperliche Bewusstsein kann nur mit Dingen stofflicher Art vertraut werden. Das Bewusstsein, die Lebenskraft und der Geist stehen miteinander in Beziehung und kommen miteinander, genauso wie sie zusammen auch wieder gehen.

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Bruderschaft, Große Weiße Bruderschaft

Die Schule der Brüderlichkeit der Großen Weißen Loge. Innerhalb dieser „unsichtbaren Bruderschaft“ von sichtbaren Mitgliedern bereitet sich jeder wahre Sucher auf dem Pfade auf die Zulassung vor.

Es gibt eine Versammlung geistiger Meister, manche davon auf der kosmischen Ebene, andere auf irdischer Ebene, die die Heilige Versammlung bilden. Unter ihrer Obhut wird eine Gruppe hoher Initiaten bei jeder Inkarnation auf das noch höhere Werk während der nächsten Inkarnation vorbereitet. Diese Imperatoren, Magier und Hierophanten in den verschiedenen Ländern stellen zusammen mit den Meistern die Heilige Versammlung der Großen Weißen Loge dar.

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Charakter

Das bewusste Gesetz des Denkens, Wollens, Fühlens und Handelns, welches die Schulung der Persönlichkeit für den Menschen aufgestellt hat, und welches die Persönlichkeitszüge als höchstes Ziel eifrig anstreben. Das Gesetz, das Ziel, auf das der Fortschritt zustrebt, kann mit Bewusstsein erkannt werden, die jenem Ziel zustrebende Handlungsweise kann aber unbewusst erfolgen.

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Christus-Bewusstsein

Die christliche Vorstellung von der höchsten Form des erreichbaren Bewusstseins. Die sittlichen Werte, die Macht und das einsichtige Verständnis, die Christus besaß, werden seinem allumfassenden Bewusstsein zugeordnet als Ergebnis der Übereinstimmung seines eigenen Wesens mit dem Göttlichen. Der Ausdruck unterscheidet sich in keiner Weise vom Ausdruck kosmisches Bewusstsein. Der kirchlich nicht christliche Mystiker gibt der letzteren Bezeichnung den Vorzug, weil dieses universale oder kosmische Bewusstsein auch andere erleuchtete Persönlichkeiten besessen haben und deshalb nicht mit einem persönlichen Namen in Verbindung gebracht werden muss.

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Crux Ansata, Ankh

Das Henkelkreuz, ein Tau- oder T-Kreuz mit einer Schlaufe an der Spitze. Es ist altägyptischen Ursprungs und wurde als „Ankh“ oder Lebensschlüssel betrachtet. Es ist Sinnbild des Lebens und der Unsterblichkeit.

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Denken, Überlegen

Deduktives oder (logisch) schließendes Denken ist die Wirkungsart des „wissenden“ Geistes; induktives, entwickelndes, vom Einzelnen auf das Allgemeine gehendes Denken geht vom „wahrnehmenden Erkennen“ aus. Induktion entwickelt sich von der Wirkung zur Ursache zurückgehend. Ihre Schwäche beruht auf ihrem Verlauf. Deduktion setzt sich aus logischen Schritten zusammen, die vom ursprünglichen Begriff bis zur letzten Schlussfolgerung fortschreitet. Ihre Schwäche liegt in der Prämisse, in der Voraussetzung. Das objektive Denken verwendet alle Wege, der unterbewusste Geist neigt dazu, deduktiv zu Denken.

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4. Dimension

Die Schwingungsart eines Gegenstandes, durch welche er mit einem unserer Sinne als solcher erkannt werden kann. Die Schwingungsart zeigt unserem Bewusstsein an, welche Art von Gegenstand oder physischer Erscheinung es ist. Die 4. Dimension ist der elektromagnetische Schwingungsrhythmus. Alle Eigenschaften und Merkmale, wie sie bei allen stofflichen Dingen sich kundtun, stammen aus dieser Schwingungszahl. Ohne die 4. Dimension könnten die drei anderen Dimensionen nicht bestehen. Nach rosenkreuzerischer Auffassung sollte die 4. Dimension eigentlch die erste sein.

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Dreieck

Ein Sinnbild der Zahl 3 und der Vollkommenheit in der Anwendung der Naturgesetze oder bei jeder Unternehmung. Es gibt zwei Phasen oder Eigenarten von Dingen. Aus ihrem Zusammenspiel entsteht eine dritte oder neue Bedingung oder ein Zustand, der die Eigenheiten beider der zuvor getrennten Einzelnen besitzt.

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Ebenen

Die Rosenkreuzer anerkennen nur zwei Ebenen des Seins. Die eine ist die weltliche, stoffliche Ebene, auf der wir mit objektivem und subjektivem Bewusstsein leben. Die andere Ebene befindet sich jenseits des Stofflichen, es ist jene Ebene, wo die Seele des Menschen frei von jeder Beschränkung durch den Körper wirkt. Sie wird manchmal auch Astral-, Seelen- oder kosmische Ebene genannt. Die seelische Ebene kann jederzeit erreicht werden, sofern die Absicht rein und edel ist. Auf ihr führen wir unsere seelische Arbeit fort als unseren Beitrag für die Erhebung des Menschengeschlechts.

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Esoterisch

Bezieht sich auf das Innewohnende, das Angeborene, das Geheime oder das Persönliche. Esoterisches Wissen kann mit kosmischer Erleuchtung oder unmittelbar erkannten Eindrücken zusammenhängen und zwar als Gegensatz zur objektiven Erfahrung. Die dem Initiaten verliehene geheime Weisheit ist esoterisch. Die entgegengesetzte Bedeutung von esoterisch ist exoterisch, die äußere Erscheinung betreffend.

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Evolution, Entfaltung

Das fortschreitende Wachstum und die Vervollkommnung von allem, was bereits offenbar geworden ist oder was der kosmische Geist bereits beschlossen hat. Devolution (Entartung) oder Desintegration (Zerfall) sind Bestandteil der Evolution. Evolution ist das Grundgesetz der Natur: jedes einzelne Element in der Natur strebt nach Vervollkommnung und zielt darauf ab, höhere Schwingungszahlen zu erreichen und sich in seinen Äußerungsmöglichkeiten immer mehr zu entfalten. Die Evolution beginnt, wenn der ursprüngliche Antrieb zu einer neuen oder höheren Ordnung offenkundig geworden ist. Die Devolution fängt an, wenn die höchste Form oder der höchste Ausdruck der Evolution erreicht ist.

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Friede, tiefer Friede

Die Übereinstimmung des menschlichen Antriebes mit dem Kosmos führt zu einem warmen Glanz der Zufriedenheit, der das ganze Wesen durchdringt. Wenn wir Tiefen Frieden wahrhaftig in unserem Geist errungen haben, sind wir befähigt, allen sich wandelnden Geschehnissen mit philosophischer und entrückter Haltung ins Auge zu schauen.

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Geburt

Nach mystischer Auffassung ereignet sie sich, wenn der Körper den ersten Atem des Lebens aufnimmt. Danach ist der Körper ein bewusstes Wesen. Die Geburt ist die entgegengesetzte Phase zum Verströmen des Atems und des Bewusstseins, was fälschlicherweise „Tod“ genannt wird.

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Gedächtnis

Jene Wirkungsart des Geistes, die Eindrücke aufnimmt, aufbewahrt und wiederherstellt. Unser Gedächtnis beginnt mit dem ersten bewussten Gedanken bei unserer ersten Inkarnation und wirkt weiter durch alle Inkarnationen hindurch bis zur Jetztzeit. Als vollkommenes Gedächtnis bezeichnen wir den vollständigen Speicher von Tatsachen und Erlebnissen. Sein Sitz ist im unterbewussten Geist. Damit wir den Speicher des Gedächtnisses erreichen können, ist es nötig, den objektiven Geist so schlummernd zu machen, dass der unterbewusste Geist an Macht gewinnen kann.

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Gehirn

Das körperliche Organ für die objektiven Tätigkeiten des Geistes. Der Geist kann sich jedoch auch ohne die Einschaltung des Gehirns offenbaren. Jede Tätigkeit des Gehirns hat Schwingungscharakter. Denken beschleunigt und reizt die Schwingungen. Schlaf reduziert sie. Gehirn und Geist haben völlig verschiedene Funktionen. Der Geist ist eine Äußerung der Seele, die gelegentlich auch unabhängig vom Gehirn tätig ist. Das Gehirn ist der Träger, unter dessen Mitwirkung das objektive Bewusstsein arbeitet.

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Geist

Der Mystiker macht einen Unterschied zwischen Gehirn und Geist. Das Gehirn ist ein leibliches Organ für einige Obliegenheiten des Geistes. Der Geist wirkt in großem Ausmaß über das Gehirn, jedoch nicht ausschließlich. Der Geist wirkt auf zwei Bereichen, um unterbewussten und im objektiven Bewusstsein. Die objektive Seite ist mit der subjektiven Seite verknüpft, wie beim Gedächtnis oder bei der Imagination. Wir können uns die Gesamtheit des Bewusstseins in gleicher Weise vorstellen wie eine in Grade eingeteilte Skala von Schwingungsenergie. Am einen Ende der Einteilung befinden sich jene Stufen, mit denen wir am meisten vertraut sind, die objektiven und die subjektiven Gebiete. Das Unterbewusstsein ist jener Höhenspiegel, der hinter oder über unserem Gewahrwerden des Selbstes und der äußeren Umgebung liegt. Der „objektive“ Geist ist das Bewusstwerden des Draußenliegenden, der Aktualität, wie sie außerhalb von uns selbst besteht. Der „subjektive“ Geist ist das Bewusstwerden von Schwingungen, die einen unmittelbaren Ursprung besitzen und die sich von unseren objektiven Sinnen unterscheiden, z.B. Einsicht, Wille, Imagination. Der unterbewusste Geist umfasst jene Geistestätigkeiten, deren wir uns nicht in gleicher Weise wie der objektiven und subjektiven bewusst werden.

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Geist-Energie

Eine universale Essenz bzw. Energie, die alle Materie, alles Stoffliche erfüllt und sich auf vielerlei Weise äußert, wie bei der Kohäsion, Adhäsion usw. Wie die Seele ist sie eine göttliche universale Essenz, die jedoch von niedriger Schwingungszahl ist. Geist-Energie ist die negative Polarität von NOUS, ist aber dennoch dual, zwiefach, und besitzt auch eine positive Seite. Wenn die vitale, belebende Lebenskraft sich mit den Offenbarungen der Geistenergie vereinigt, ergibt sich Leben. Geist ist eine schwingende Energie, wobei die Schwingungszahl das Wesen eines Dinges bestimmt.

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Gewissen

Die „sanfte, leise Stimme“ des Meisters in uns: der kosmische Geist samt seinen Einflüsterungen und seinem Drängen: der Geist des seelischen Selbstes, der alle Wahrheit kennt, jedes Gesetz, alle Ordnungssätze, der in seinem Verlangen immer aufbauend ist, zuverlässig, und der „stets gegenwärtig ist, wenn der Versucher lockt“.

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Gewohnheit

Das Verhaltensmuster, das im Unterbewusstsein infolge von „Wiederholung“ ausgebildet ist, oder dadurch, dass man vorsätzlich entscheidet, dass etwas immer wieder gleicherweise getan wird. Wir beauftragen das Unterbewusstsein, etwas zu tun und das Unterbewusstsein tut es. Gewohnheit ist ein unbewusstes Gesetz des Unterbewusstseins, ein Gesetz, das für den objektiven Geist unbewusst geworden ist.

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Glaube

Der Verlass auf die selbstverständlich erscheinenden Eigenschaften von Dingen und Umständen. Er sollte nur auf Zustände sehr großer Wahrscheinlichkeit beschränkt bleiben. Ein derart zu rechtfertigender Glaube dürfte aber nur ein vorübergehender Maßstab sein und sollte durch Wissen ersetzt werden.

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Gott

Es gibt nur einen Gott, der ewig lebt, allgegenwärtig ist, grenzenlos mächtig und unbegrenzt in seiner Erscheinungsform ist – es ist der „Gott unseres Herzens“. Gott ist ein völlig subjektives Erlebnis und somit persönliche Auslegung. Die Auffassung von Gott spiegelt die Vernunft, die Erziehung, den religiösen und gesellschaftlichen Hintergrund des betreffenden Menschen wieder. Aus diesen Gründen ist es unmöglich, eine einheitliche Auffassung von Gott zu schaffen, die für alle Menschen gleicherweise annehmbar ist.

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Göttlicher Geist, Universaler Geist oder Kosmischer Geist

Das Bewusstsein Gottes, welches alles durchdringt. Es ist nicht allein Gottes Geist, sondern ebenso das Bewusstsein und der Geist aller Lebewesen auf der irdischen Ebene. Diese sind so sehr eins, als ob Geist und Denken übereinstimmen würden, wobei jede Eingebung, jede Vorstellung und jeder Ausdruck von allgemein gültiger Wichtigkeit festgehalten wird, und so, dass vermittels geeigneter Abstimmung mit diesem Universalen Geist Verbindung aufgenommen werden kann. Der Höchste Geist ist keine Ansammlung individueller Intelligenzen. Keine Summe von Dingen könnte dem Universalen Geist gleichwertig sein, da dieser gleicherweise mächtig ist, ob mit oder ohne erkennbares Wesen oder Form. Der universale Geist als eine Intelligenz durchdringt jede Zelle unseres Wesens und ist als unendliche Weisheit erreichbar. Jedoch beinhaltet der kosmische Geist in sich nicht alle besonderen Einzelheiten der menschlichen Kenntnis und Erfahrung, aber er ist eine erhabene Form von Urteilsvermögen.

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Harmonie

Beinhaltet innerhalb des Einzelnen Gesundheit, geregeltes Maß, richtige Ordnung der Tätigkeiten in allen Teilen, sowie zusätzlich ein wohlausgewogenes Verhältnis zwischen den seelischen und den objektiven Obliegenheiten. In Bezug auf de Beziehungen zwischen Menschen ist Harmonie eine Einheit im Denken, Verständigung über Vorhaben, die unmittelbare Gemeinschaft oder Verwandtschaft von Seelen. In der Beziehung vom Kosmos zur menschlichen Seele bedeutet Harmonie jenen Zustand der Verzückung, in dem sich der Mensch des Einklangs bewusst wird, der natürlichen Kräfte seines Lebens mit dem Absoluten, dem Vollkommenen oder der Quelle, aus der sie ausstrahlen.

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Heilen

Das rosenkreuzerische Lehrgebäude des Heilens streitet das Gute nicht ab, das durch ärztliche Kunst, Chirurgie oder andere anerkannte therapeutische Systeme geleistet werden kann. Das Heilen fußt auf der Tatsache, dass das sympathische Nervensystem zu allen Teilen des Körpers eine ungreifbare Energie mit sich führt und verteilt, die die Organe und Zellen des Körpers belebt. Das Heilen beachtet in erster Linie die seelische Seite des Menschen und die seelische Ursache, das seelische Wesen von Krankheit und Leiden.

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Hermes Trismegistos

Die rosenkreuzerischen Aufzeichnungen überliefern uns, dass es tatsächlich eine Persönlichkeit wie Hermes oder Thoth gegeben hat. Er war kein Gott, sondern ein Weiser, der im Jahre 1399 v. d. Z. geboren war. Er erhielt die Benennung „Dreifach Erhabener“ (Trismegistos), da er an der großen Mysterienschule mitwirkte, das Erlebnis hatte, den erhabenen Amenhotep IV. bei seiner Einweihung zum Großmeister zu erschauen, wie auch die Ehre, der Einweihung des Nachfolgers von Amenhotep IV. beizuwohnen. Das Hermes zugeschriebene, bestbekannte Werk ist „Pymander“ oder der „Gute Hirte der Menschen“.

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Hierarchie

Die Himmlische Hierarchie, die von einer Gruppe oder einer Versammlung erleuchteter Persönlichkeiten, die nicht in leiblichen Körpern wohnen, gebildet wird, welche als Teil des großen kosmischen Geistes entsprechend ihrem Grad der Entwicklung und Erleuchtung ausgerichtet ist. Die Hierarchie besteht aus neun Systemen, jedes mit drei Rängen oder Graden der Entwicklung. Diese erleuchteten Wesen werden zu Mittlern für den Menschen: der Mensch nimmt Verbindung mit ihnen auf und wird auf diese Weise zu einem Auffanggefäß des Wissens.

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Hüter der Schwelle

Dein Gewissen, Dein inneres Selbst, der Wächter des unterbewussten Geistes, der als Dein Führer und Beschützer handelt. Der Hüter steht auch an der Schwelle des Kosmos, des Unsichtbaren, und er ist an der Schwelle einer jeden Seele, eines jeden Kämmerleins der Zurückgezogenheit und eines jeden Geistes.

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Hypnose

Ein Zustand, der entweder durch den Gebrauch von Drogen oder durch geistige Vorgänge hervorgerufen wird. Es braucht dabei kein Schlaf zu entstehen, auch braucht es keines Anzeichens, dass der Betreffende geistig und körperlich unter Aufsicht steht. Wird die Hypnose geistig hervorgerufen, so ist die Mitwirkung seitens des Subjektiven wesentlich. Die Anwendung von Hypnose sollte auf solche Ärzte oder Wissenschaftler beschränkt sein, die die zugehörigen Gesetze und Gesetzmäßigkeiten sorgfältig erlernt haben und die aus höchsten sittlichen und wissenschaftlichen Gründen einen solchen Zustand herbeiführen wollen. Seelisch gesehen handelt es sich um einen Zustand, in dem der objektive Geist zu mindestens vier Fünftel untätig und das Unterbewusstsein entsprechend mehr tätig ist.

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Illuminaten, Erleuchtete

Die Erleuchteten haben kosmisches Bewusstsein empfangen. Die Illuminaten waren in Südfrankreich einst gut organisiert und waren ein und dasselbe wie die Rosenkreuzer. Im Jahre 1776 gründete Adam Weishaupt eine Sekte der „Illuminaten“, die aber keine Verbindung mit der einstigen Bewegung hatte, sich stark mit Politik befasste und auf diese Weise in schlechten Ruf geriet.

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Illumination

Bezieht sich auf die Erleuchtung des Geistes. Sie bedeutet nicht allein verstandesmäßige, sondern unmittelbare Erkenntnis, die dem Betreffenden aus jenseitigen Quellen, wie dem Kosmos,unmittelbar mitgeteilt wird. Als Ergebnis des stufenweisen Erwachens der verschiedenen Zentren des seelischen Verstehens findet ein Erwachen des gesamten seelischen Bewusstseins statt und erfolgt ein Zustrom von Illumination. Die Rosenkreuzer unterscheiden zwischen Erleuchtung und Wissen. Wissen ist „sinnliche Wahrnehmung mit Bewusstsein“ oder klares Verständnis, eine bloße Ansammlung von Gedanken, die aus der Erfahrung gewonnen wurden.

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Imagination

Imaginieren heißt, sich ein mit geistigen Augen erschaubares Bild zu machen, ein geistiges Gemälde zu erzeugen. Imaginieren bedeutet Dinge dadurch zu „erschaffen“, zu „schöpfen“, dass man beziehungslose Bausteine zusammenzieht und aus ihnen etwas Fassbares und Eindeutiges aufbaut. Imagination umfasst das Imaginieren. Imaginieren oder Visualisieren braucht aber keine Form der Imagination zu sein. Imagination ist Schöpfergabe.

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Individualität

Ein besonderes und völliges Verschiedensein. Das Wirkliche im Menschen ist untrennbarer Teil der Großen Seele, des universalen Geistes. Diese Seele kann sich im einen Körper verschieden ausdrücken wie in einem anderen Körper. Dieser Unterschied macht die „Persönlichkeit“ aus, aber er ergibt keine Individualität, welche eine rein stoffliche, vorübergehende Sache ist. Die Persönlichkeit gehört dem Inneren Menschen an, der Seele, dem Seelischen oder Göttlichen Wesen im leiblichen Körper. Individualität bezieht sich auf die vergängliche und sterbliche, objektive Seite des Menschen.

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Initiation

Ein Erlebnis des Bewusstseins,der Seele, des Geistes und der Gefühle. Sie ist ein einfacher, feierlicher Brauch, wobei das innere Bewusstsein auf die höheren Gesetzmäßigkeiten des
Alls abgestimmt wird und wodurch dem Bewusstsein viele Gesetze Gottes und der Schöpfung geoffenbart werden. Sie ist ein Erwachen des inneren Bewusstseins. „Initiation schafft im Reich der Vernunft ein Ziel“ und entflammt im Reich der Gefühle den „Geist“ desjenigen, der in die Mysterien eingeführt wird“. Ein Initiat ist derjenige, der Anwärter auf die Initiation ist.

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Inneres Selbst

Das seelische Bewusstsein innerhalb des leiblichen, menschlichen Körpers. Es hat seine besonderen unstofflichen Fähigkeiten und Aufgaben und bewirkt eine selbständige Form der körperlichen Hülle, in welcher es zeitgebunden zuhause ist. Dieses Bewusstsein begründet das wirkliche Sein des Menschen und ist Teil der Seele oder des Göttlichen Elementes im Dasein des Menschen. Das seelische Bewusstsein des Menschen ist in seinem Wesen verschieden vom stofflichen Teil des Menschen. Beide sind verwandt, denn sie sind beide Teil des kosmischen Ganzen. Indes bewirken Stoff und Göttliches Bewusstsein im Menschen zwei unterschiedliche Gegebenheiten, die gleichlaufend in Harmonie zusammen arbeiten. Das „Äußere Selbst“ mit seinem stofflichen, leiblichen Bewusstsein ist in seinem Wesen und in seiner Fähigkeit, Verbindung aufzunehmen, beschränkt. Das „Innere Selbst“, das seelische Bewusstsein, ist schrankenlos und in keiner Weise durch „Zeit“ oder „Raum“ eingeengt, auch nicht durch die Art und Eigenheit stofflicher Dinge.

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Intuition

Ahnung. Intuitives, unmittelbares Wissen ist jenes Wissen, das selbstverständlich erscheint und welches plötzlich im Bewusstsein auftaucht und worüber wir keinen Zweifel hegen. Es ist die Intelligenz des kosmischen Geistes, der im Unterbewusstsein beheimatet ist und mit zeitlichen Abständen in den objektiven Geist einströmt und zwar als vollkommene Vorstellung, als sogenannte Ahnung. Die Intuition ist Ausdruck des kosmischen Bewusstseins im Menschen infolge der Abstimmung, welche das Innere Selbst mit dem Universalen Geist besitzt.

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Karma

Das Kompensations- und Kausalitätsgesetz (Gesetz des Ausgleichs und Gesetz von Ursache und Wirkung). Dies bedeutet, dass auf jede von uns veranlasste Ursache eine Auswirkung folgt. Für jede Sorge und für jedes Leid, das wir einem anderen zufügen, müssen wir im gleichen Ausmaß und auf dieselbe Weise wieder dulden, sobald die zu lernende Lehre am eindrucksvollsten ist. Indes fordert dieses Ordnungsgesetz nicht „Auge um Auge“. Es ist nicht vergeltend, d.h. rachsüchtig; seine Absicht ist vielmehr, eine Lehre zu erteilen und das Verstehen zu entfalten. Das Gesetz wirkt zwiefach; d.h. man kann ein karmisches Guthaben ebenso besitzen wie eine karmische Schuld. Es gibt ein gemeinschaftliches Karma ebenso gut wie ein einzelnes.

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Kathedrale der Seele, Kosmisches Sanktum

Ein kosmischer Treffpunkt für den Geist der höchstentwickelten und seelisch fortschrittlichsten Mitglieder und Mitarbeiter der Bruderschaft vom Rosenkreuz. Sie ist der Brennpunkt kosmischer Strahlung und von Gedankenwellen, aus dem Schwingungen der Gesundheit, des Friedens, des Glücks und des inneren Erwachens ausstrahlen. Die Kathedrale ist Sammelpunkt des höheren Selbstes all jener Mitglieder, die kosmische Abstimmung suchen. Mit anderen Begriffen ist sie eine Bewusstseinsebene, auf welcher der Geist all jener sich vereint, die gleichartige unpersönliche Hochziele anstreben.

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Konzentration

Ein geistiger und leiblicher Zustand, wobei die ganz objektive Aufmerksamkeit sich auf einen Punkt sammelt, auf einen Ort, auf eine Bedingung oder auf einen Grundsatz. Vollendete Sammlung wird erreicht, wenn vier von den fünf objektiven Fähigkeiten gleichzeitig völlig untätig werden. Wir können uns nur eines einzigen objektiven Eindrucks zu einer bestimmten Zeit bewusst werden. Alles andere ist rascher Wechsel. Konzentration ist aber nicht nur eine Zusammenfassung der Aufmerksamkeit auf einen Punkt. Die echte Kunst der Konzentration besteht darin, die objektiven Gedanken so nach innen zu wenden, dass sie zu eingeprägten Gedanken des Inneren Selbstes werden. Das Innere Selbst wird von dem Gedanken oder von der Vorstellung so sehr in Besitz genommen, dass es danach lebt, entsprechend empfindet, sieht und fühlt und zwar mit der ganzen Lebenskraft, über die etwas Lebendes überhaupt verfügen kann. Konzentration ist nicht Willenskraft. Für die Konzentration ist untätige Gelassenheit notwendig; sie schließt den Aufwand von nachdrücklicher Willenskraft aus.

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Konzil der Stille

Eine Versammlung von Beamten, Mitarbeitern und gewissen Mitgliedern hoher Grade, die die Prinzipien der Ordenslehren dazu anwenden, um anderen Menschen zu helfen. Fernbehandlungen werden durchgeführt, um die Bedingungen für Gesundheit und für andere Anliegen persönlicher Art zu schaffen, sobald sie als Ersuchen der Beachtung durch den Rat bedürfen.

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Kosmisches Bewusstsein

Jenes Bewusstsein, das von Gott ausstrahlt, das allen Raum erfüllt und kraft dessen alle Dinge Lebenskraft, Geist, aufbauende Kräfte und Göttliche Vernunft besitzen. In dieses Bewusstsein hinein versetzt sich das seelische Bewusstsein aller Meister und jeder Adept kann sich darauf abstimmen. Es ist die Einheit von allem, der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft.
Die allumfassende Kraft entfaltet das Bestreben „zu sein“; sie offenbart deshalb Vernunft. Was Geist und Vernunft trägt, hat Bewusstsein; so besitzt die kosmische Kraft ein kosmisches Bewusstsein, welches die innewohnende Feinfühligkeit dieser universalen, schöpferischen Kraft ist, kraft welcher diese sich jederzeit jeder möglichen Wertminderung des eigenen Wesens widersetzt. Folgerichtig erstreckt sich ihr kosmisches Bewusstsein in alle Dinge hinein, welche sie bildet oder die von ihr gebildet wurden. Das kosmische Bewusstsein begleitet die universale kosmische Energie als Eigenschaft in jede lebende Zelle hinein, und dort offenbart es sich durch Schwingungskraft. Der Mensch muss sich auf das kosmische Bewusstsein abstimmen, muss im Gleichklang mit ihm sein, muss an seinem Eins-Sein teilnehmen.

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Kosmos, kosmisch

Sowohl das Hauptwort, als auch das Eigenschaftswort werden gebraucht, um das All als wohlgeordnete Beziehung zwischen allen natürlichen und seelischen Gesetzen zu bezeichnen. Es ist die Göttliche, unendlich Intelligenz des Höchsten Seins, die alles durchdringt. Der Kosmos ist kein Ort, sondern ein Zustand, eine Verfassung und Zusammenfassung von Ordnung und geordnetem Ablauf. Der Kosmos ist die Gesamtheit aller Gesetze und das Wunder, das sich im Menschen und in der Natur offenbart – die Kräfte, die Stärke und die Mächte, die verantwortlich sind für die begrenzten und die unbegrenzten Welten. Der Kosmos bildet deshalb eine Einheit; die Einzelauswirkungen, die der Mensch kennenlernt, sind lediglich Ausdrucksformen.

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Krankheit

Das äußere Anzeichen von etwas Unrichtigem im Inneren. Wenn die letzte Asuwirkung einer unrichtigen Bedingung behandelt wird, dann ist dies nicht der richtige Weg, um die Gesundheit wiederzuerlangen und um ein Wiederauftreten der Störung zu vermeiden. Krankheit ist eine Störung im wohlgeordneten, aufbauenden Werdegang der lebenden Zellen. Das folgerichtige Verfahren besteht darin, der Natur zu helfen, ohne sie zu behindern, und, so diese bekannt ist, die Ursache der Störung zu beseitigen. Man muss dem Blut, den Nerven und dem allgemeinen Gefüge zuführen, was fehlt, das ist das zunächst Wesentliche. Folglich können die verschiedenen Therapieschulen bei der Wiederherstellung der Gesundheit mithelfen, indem sie die Natur unterstützen. Die Krankheit kann in keinem Körperteil bestehen bleiben, wenn die negativen und positiven Polaritäten in den Zellen sorgfältig ausgewogen werden. Krankheit, oder geistige oder nervliche Unordnung können sich aus fehlender Harmonie zwischen äußerem und innerem Menschen ergeben, oder aber aus einem unausgeglichenen Verhältnis der A- und B-Elemente.

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Leben

Die Vereinigung von vitaler Lebenskraft mit den Offenbarungen der Geist-Energie. Die wesentlichen Merkmale des lebendigen Leibes sind Tätigkeit, ob freiwillige oder unfreiwillige, sowie Bewusstsein. Im menschlichen Körper besitzt und äußert jede einzelne Zelle eine vorhandene Energie, Geist-Energie genannt, die überall in allem Bestehenden zu finden ist. Es gibt auch eine Art von Bewusstsein in jeder Zelle des belebten Körpers, die von höherer Schwingungszahl ist. Diese belebende Kraft wird Leben genannt.

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Loge

Eine Körperschaft von Studierenden des Rosenkreuzes, die mit dem Ziel gebildet ist, unter der Jurisdiktion der AMORC-Großloge zusammen zu arbeiten und zu lernen. Im rosenkreuzerischen Lehrgebäude erhalten die aktiven Mitglieder der Großloge Monographien (Lehrbriefe) und führen ihre Studien im Heim-Sanktuarium fort und fordern das Werk durch Gründung von Logen, Kapiteln und Pronai.

Eine Loge muss eine beständige Unterkunft besitzen, monatlich mindestens drei Konvokationen abhalten und eine den Mitgliedern und der Öffentlichkeit an wöchentlich mindestens vier Tagen zur Verfügung stehende Bibliothek unterhalten. Nur eine Loge ist ermächtigt, Initiationen in Tempel-Grade durchzuführen. Ein Kapitel muss mindestens vierzig aktive Mitglieder umfassen, und es wird verlangt, dass monatlich mindestens zwei Konvokationen abgehalten werden.

Ein Pronaos ist die kleinste Körperschaft, die gebildet werden kann; sie muss mindestens fünfzehn Mitglieder erfassen. Man erwartet von einem Pronaos, dass die Mitglederzahl so bald als möglich so steigt, dass die zur Bildung eines Kapitels oder einer Loge festgelegte Mindestzahl erreicht wird.

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Maat

Das ägyptische Wort für „Wahrheit“. Das Sinnbild für Maat war eine Feder. „Cro-Maat“ bedeutet „Die Wahrheit möge sein“ oder „So sei es“. Das „Bekenntnis zu Maat“ entstammt dem Bekenntnis im „Buch des Todes“, das in der Kammer von Maat in ägyptischen Tempeln bei der Initiation abgelegt wurde.

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Magnetismus

ist die Folge der tätigen Aura, die alle Dinge umgibt. Er ist nicht die Wirkung des atomaren oder molekularen Aufbaues der Materie, sondern vielmehr ein elektrisches Geschehen, das innerhalb des Stoffes vor sich geht, oder das dem Stoff auferlegt werden kann.

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Materie

Der Schauplatz des Geschehens, wo die Materie, Stoffliches, erzeugende Kraft, die das Wesen der Materie bewirkt, in Tätigkeit, in Bewegung ist, jene Kraft, die Geistenergie-Schwingung ist. Die Materie, das Stoffliche, ist beständig im Wandel. Sie besteht nicht unabhängig von Geistenergie, aus der sie ja zusammengesetzt ist. Materie ist unentbehrlich für die Ausdrucksfähigkeit oder für den Fortbestand auf dieser irdischen Ebene und sollte nicht abgeleugnet werden.

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Meditation

Eine Umspannung des Bewusstseins. Wenn wir meditieren, verändern wir unseren Zustand der Aufnahmefähigkeit, so als ob wir eine Abstimmung auf eine höhere Wellenlänge vornähmen. Meditation ist Feinabstimmung. Die „Konzentration“ ist Scharfeinstellung des Bewusstseins. „Kontemplation“ ist wechselseitige Beziehung zwischen Gedanken. Konzentration ist die Scharfeinstellung des Geistes auf irgendeine Anweisung oder einen Begriff. Bei der Meditation wenden wir die Konzentration dazu an, zu wollen, dass wir nur noch für Eindrücke anderer Art als solcher der objektiven Sinnesfähigkeit empfänglich sind. Wir verlassen die objektiven Sinne und halten sie in einen passiven Zustand.

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Meinung

Vom mystischen Standpunkt aus laufen Meinungen auf einen Mangel an Wissen hinaus. Ein Mystiker sollte keine Meinungen haben, sondern Wissen besitzen, oder aber freimütig zugeben, dass er nicht weiß. Entweder wissen wir oder wir wissen nicht; wenn wir aber etwas wissen, dann müssen wir auch unser Tun so gut ausführen, dass es als Beweis dienen kann.

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Meister, Der Innere Meister

Das Innere Selbst. Das Gewissen ist dieses Meisters Stimme. Die Seelenkraft führt in unser Sein eine Göttliche Intelligenz ein. Die Gesamtheit dieser Intelligenz ist unser seelischer Körper, und diese Intelligenz ist unser persönlicher Meister.

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Meister, Kosmische Meister

Keine Götter! Es sind Intelligenzen, welche dereinst Sterbliche waren. Sie waren zu einer gewissen Zeit auf Erden und meisterten Stufe um Stufe ihr Leben mit Erfolg. Sie wurden Meister, indem sie lernten, wie die Mächte des Selbstes so geweckt und angewendet werden, dass sie in der Lage waren, die Angelegenheiten ihres Lebens mit den kosmischen Zielen in Übereinstimmung auszurichten. Im Verlauf solcher Entwicklung wuchsen sie zu jener Seelenpersönlichkeits-Entfaltung, wo es nicht mehr länger notwendig ist, sich in einer leiblichen Form zu inkarnieren. Man kann nicht erwarten, dass ein kosmischer Meister einem als persönlicher Diener und Führer buchstäblich zugeteilt wird! Solange wir uns selbst nicht vorbereitet haben, sind wir nicht würdig der Hilfe, die uns die kosmischen Meister geben können. Ein sichtbarer Meister ist derjenige, der einen gewissen Grad der Vollkommenheit erreicht hat oder der eine hohe Vernunft in der Meisterung der Gesetze und Gesetzmäßigkeiten erworben hat, der aber im Fleisch auf dieser irdischen Ebene lebt.

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Mikrokosmos

Das Verkleinerungswort oder das Kleinbild des Universums oder des Makrokosmos. Das Wort entstammt dem Griechischen Mikros, was klein bedeutet; Makros bedeutet groß; Kosmos bedeutet Welt, Weltordnung. Die Lebensbestrebungen des Mikrokosmos entsprechen genau denen des Makrokosmos; daher kommt die Aussage „Wie oben, so unten“. Der Mensch, der Mikrokosmos, ist ein Ebenbild des Universums.

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Mystik

Das innige und unvermittelte Bewusstwerden Gottes oder des Kosmos durch das Selbst, d.h. durch die Sphäre des Unterbewusstseins. Das höchste Ziel des Mystikers ist die endgültige Erreichung eines bewussten Einswerdens mit dem Absoluten oder mit dem Kosmos. Die Mystik lehrt kosmische Gesetze und Gesetzmäßigkeiten, mit Hilfe derer der Mensch zu einem klareren Bewusstwerden seiner göttlichen Macht gebracht wird. Das mystische Erlebnis des Einswerdens mit dem Einen bürdet dem Mystiker eine sittliche Verpflichtung auf. Er hat die Pflicht, seien Wissen zum Wohle anderer Menschen anzuwenden.

Mystik hat nichts mit Mysterium zu tun. Die Mysterien der ägyptischen und der orphischen und der Eleusischen Schulen Griechenlands deuteten auf geheime Erkenntnisse oder auf Wissen hin, das nicht durch Preisgabe an die Massen entweiht werden durfte. Für die Alten war es ein geheiligtes Wissen, die seelische Reaktion des Betreffenden zu beherrschen.

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Nacht, Die Dunkle Nacht der Seele

Kurz bevor man das Intätigkeittreten des inneren Bewusstseins erreicht, die echte seelische Entfaltung, gibt es eine Zeitspanne großer Dunkelheit für die Seele. Die alten Essäer waren die ersten, die diesen Zustand die Dunkle Nacht der Seele nannten. In diesem Zeitraum wird der Mensch von all seinen Eitelkeiten, seiner Selbstgewissheit und seines Stolzes entblößt, welche Vollkommenheit oder Fähigkeit der Betreffende auch erreicht haben mag. Er steht vor seiner inneren Schau nackt da, sieht seine Schwächen und erkennt sich so, wie er wirklich ist, und er sieht das, was er sieht, nicht gerne. Es ist eine Zeit der persönlichen Neuorientierung des seelischen und geistigen Selbstes, eine Neuordnung des gesamten Seins. Es ist der große Schmelztiegel, in welchem wir von unseren Schwächen entschlackt werden, als Vorbereitung auf die Goldene Morgendämmerung, die große, soeben bevorstehende Initiation. Die „Goldene Dämmerung“ ist die Neue Geburt in das Größere Licht.

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Namens- oder Namengebungs-Feier

Ein rosenkreuzerischer, feierlicher Brauch, der in Rosenkreuzer-Tempeln durchgeführt wird, um Kindern den Namen zu geben. Das Alter des Kindes soll höchstens achtzehn Monate sein und ein Elternteil oder beide Eltern müssen Mitglied des Ordens sein. Von den Eltern werden gewisse Versprechen abverlangt, wie das Gelübde, dass das Kind in seiner Jugend in nicht sektiererischen Schulen sorgfältig erzogen wird; dass ihm ferner im gegebenen Alter jede Gelegenheit geboten wird, in den Orden einzutreten, ohne Behinderung, aber auch ohne unnötiges Drängen.

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Naturgesetz

Das Gesetz, oder die Satzung von Gesetzen, wie sie „Im Anfang“ vom Göttlichen Geist als Wirkgrund aller Schöpfung verfügt wurden, und ohne die kein Werden und Bestehen zum Ereignis werden könnte. Das Naturgesetz ist in seiner Reichweite und Wirkungsweise universal, einfach und unmittelbar. Das Naturgesetz ist stets aufbauend, auch dann wenn es unbestreitbar zerstörend erscheint. Es ist das Kundwerden oder die Offenbarung von kosmischer Energie und Ordnung, die der Mensch erkennen kann. Es gibt nichts dergleichen wie ein übernatürliches Gesetz. Es gibt nichts Göttlicheres als die Natur, jenseits des Natürlichen gibt es nichts Höheres. Die größten aller Wunder sind nicht die Folgen der Anwendung irgendeines übernatürlichen Gesetzes, sondern die Folgen der Anwendung eines natürlichen Gesetzes.

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Nerven und Nervensystem

Nerven sind lange Gewebefasern oder Faserbündel, die sich durch den leiblichen Körper verteilen und mit deren Hilfe die Körperteile mit Nervenenergie versorgt werden. Die Quelle dieser Energie ist die vitale Lebenskraft. Sie ist eine kosmische, der Elektrizität ähnliche Energie, welche von hoher Schwingungszahl ist. Der zentrale Ort des „Spinalen Nervensystems“ ist das Großhirn, derjenige des „Sympatischen Nervensystems“ ist das Kleinhirn. Die gegenseitigen Vermittlungsunkte sind zwei kleine Drüsen im Kopf. Jeder teil des menschlichen Körpers besitzt spinale und sympathische Nerven, die mit diesen in Verbindung stehen. Das sympatische System gehört in erster Linie zum seelischen Leib des Menschen und erledigt dessen Obliegenheiten. Das spinale System gehört zum körperlichen Teil des Menschen und erfüllt seine Aufggaben fast ausschließlich für den Körper. Das sympathische Nervensystem ist es, das jedem einzelnen Teil des Körpers heilende und schöpferische Energie zuführt, die den leiblichen Körper gesund erhält, die Gesundheit wiederherstellt und ihn aufbaut.

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Nodin-Manuskript und Nodin's Gesetz

Dieses betrifft das Wesen und die Tätigkeit von NOUS. Es ist im Vierten Grad der Rosenkreuzer-Lehren niedergelegt.

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NOUS

Eine universale, kosmische Schöpferkraft, die Harmonie zwischen zwei zusammengehörenden Polaritäten von Energie. Sie wirkt vermittels eines Systems von Aufeinanderabstimmungen vermöge einer kosmischen Schwingungsskala von achtzig Oktaven. Die positive Eigenschaft von NOUS strömt als vitale Lebenskraft aus, die die Materie durchdringt und sie lebendig und bewusst macht. Obwohl sie sich vorwiegend positiv zeigt, hat sie indes auch negative Kennzeichen. Die negative Polarität von NOUS ist Geist-Energie, und zwar ausgesprochene „Energie“. Auch Geist-Energie hat positive Eigenschaften. Die positiven Eigenschaften von NOUS sind unendlich, unbegrenzt und unbeschränkt; die negativen sind endlich, begrenzt, beschränkt. NOUS ist seinem Charakter nach Schwingung, in seinem Wesen dual, zwiefach, und in seinen Offenbarungen dreifach, dreieinig.

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Ontologie

Die echte Wissenschaft vom gesamten Sein. Sie beginnt mit der Erforschung des Menschen, dem Mikrokosmos, weil der Mensch die höchste Schöpfung Gottes und der Natur ist, mit der wir durch die wahre Ontologie vertraut werden.

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Polaritäten, positive und negative

Die negative Phase der Polarität ist die Ergänzung zur positiven. Die negative nimmt die positive Phase auf und hegt sie bis zur Erfüllung. Das daraus folgende Ergebnis offenbart die Vereinigung der beiden Phasen. Die negative ist passiv, ruhend, aufnehmend und hegend. Die positive ist aktiv, schöpferisch, bewegend. Das Zusammentreten von negativer und positiver Polarität unter geeigneten Bedingungen ergibt eine vollkommene Verbindung der beiden dann, wenn die dritte Größe, das Produkt aus beiden, geschaffen ist. Die positive Polarität hat das Bestreben einer tätigen Wirkung oder einer Wurzelbildung, d.h. sie arbeitet am Zustandekommen irgendeiner Beschaffenheit oder Bedingung. Was im Gegensatz dazu von geringerer Güte oder Auswirkung zu sein scheint, wird als negativ bezeichnet. Der „Körper“ des Menschen ist die Auswirkung der „negativen“ Seite der kosmischen Offenbarung, genauso wie die „Seele“ die „positive“ Offenbarung des Kosmos ist. Der Kosmos ist die alleinige Quellmitte der göttlichen Macht. In ihren Erscheinungsformen ist sie dual, zweifach. Die ersten drei Finger der rechten Hand strahlen die positive Form der Energie, diejenigen der linken Hand eine negative Form aus. Positive Schwingungen erfordern tiefes Einatmen, negative Schwingungen tiefes Ausatmen. Ein positiver Gedanke ist ein solcher, der geistige oder körperliche Tätigkeit auslöst, die der Erreichung eines Zieles zustrebt. Das Gegenteil davon ist ein negativer Gedanke.

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Postulant

Ein Anwärter einer philosophischen, religiösen, mystischen oder Einweihungs-Schule, der um weiteres Wissen oder größere Erleuchtung fleht und dafür gewisse Verpflichtungen übernimmt.

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Projektion

Das Verfahren, wie man willentlich das seelische Selbst samt seinem Bewusstsein, seinem Geist, seiner Macht und seiner Tätigkeit in die seelische Ebene entlässt, damit es von den Beschränkungen durch Raum und Zeit frei wird. Man nimmt Projektionen zu dem Zwecke vor, um Verbindung mit jenen aufzunehmen, denen man helfen will, oder von denen man Hilfe benötigt oder von denen man Beeinflussung erwartet. Projektionen sind von all jenen Merkmalen und Besonderheiten und Eigenheiten begleitet, die die Persönlichkeit kennzeichnen. Eine Projektion erfolgt in voller Übereinstimmung mit den Merkmalen des sittlichen Gesetzes der Seelen-Persönlichkeit. Die Projektion geht im allgemeinen im Schlaf vor sich, sie kann aber auch willentlich herbeigeführt werden. Die Wahrnehmung und das Erkennen einer Projektion ist ebenfalls eine Angelegenheit des Übens. Projektion ist das Ereignis, dass man sich seines eigenen Wesens in einer unstofflichen Form im näheren oder weiteren Raum bewusst wird; dieses Wesen ist aber von seinem körperlichen Wesen völlig verschieden. Oft entwickelt sich dabei eine Art zwiefachen Bewusstwerdens des Selbstes. Man wird sich gleichzeitig seines körperlichen Seins bewusst und sieht dann ein völlig gleiches Bild davon in einer Entfernung stehen oder sitzen. Eine seelische Projektion ermöglicht die Ausdehnung des Wahrnehmungsvermögens so, dass Raum und Zeit aufgehoben werden. Man darf dies aber nicht mit geistiger Telepathie, mit Hellsehen verwechseln. Es handelt sich nicht um die Aussendung oder den Empfang von Gedanken, sondern Projektion ist die Aussendung des ganzen seelischen Selbstes zu einem entfernten Ort. Das seelische Selbst besitzt dann eine unmittelbare Vertrautheit mit allem, was es umgibt.

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Psychologie, Seelenkunde

Vom rosenkreuzerischen Gesichtspunkt aus betrachtet, ist Psychologie jene Wissenschaft, welche von der Seele handelt, samt ihren Merkmalen – Geist und Bewusstsein -, sowie von ihrem Zwecke, ihrem Wirkungsplatz und ihren Aufgaben, wie auch von ihrem Einfluss auf unser Leben bezüglich des Verhaltens, seines Entstehens, der Anpassung, der Auflösung oder Wandlung; auch von der Tätigkeit und Wechselwirkung der beiden Phasen des Geistes und anderer Formen des seelischen und geistigen Bestehens.

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Raum

Wie die Zeit ist der Raum von der Beziehung unseres Bewusstseins zu anderen Dingen abhängig. Der Raum erscheint als ein „Gebiet“ zwischen den Gegenständen, die wir wahrnehmen, und uns selbst; er vermittelt uns fälschlicherweise den Eindruck, als ob er eine eindeutige Wirklichkeit besäße. Unbewusst hat der Mensch die Zeit immer mit der Raumausdehnung gedanklich verknüpft. Da der Mensch Raum und Zeit mit Hilfe seiner fünf Sinne misst, die unzuverlässig sind, wird er zum Opfer einer falschen Vorstellung und einer Selbsttäuschung.

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Reinkarnation

Die Reinkarnationslehre der Rosenkreuzer besagt, dass die Seelen-Persönlichkeit, nach Ablauf eines besonderen Zeitraums auf der kosmischen Ebene, in menschlicher Form erneut wiedergeboren wird. Bei der Transition zieht diese Seelen-Persönlichkeit in die kosmische Ebene zusammen mit der Universalen Seelen-Essenz um. Sie verbleibt dort, bis der richtige Augenblick für eine neue Inkarnation der Seele in einen anderen leiblichen Körper gekommen ist. Die Persönlichkeit bleibt sich ihrer selbst auf der kosmischen Ebene bewusst und kann dort ihr seelisches Verhalten leichter als auf der irdischen Ebene entfalten. Jede Persönlichkeit kann viele Male inkarnieren, wie oft ist nicht bekannt. Reinkarnation darf nicht mit Transmigration, mit Seelenwanderung verwechselt werden. Die Persönlichkeit „schreitet niemals zurück“ und niemals begibt sie sich in einen Körper von niederen Geschöpfen. Die mystische Lehre, die der Notwendigkeit der Reinkarnation zugrunde liegt, ist das Eingehen der Seelen-Persönlichkeit in den Universalen Geist, der Vorgang einer Vervollkommnung der Seelen-Persönlichkeit. Durch die verschiedensten Erlebnisse und Erfahrungen, Leben um Leben, entfaltet sich die Persönlichkeit und wird sich der kosmischen Intelligenz in uns mehr und mehr bewusst. Wenn unsere Seelen-Persönlichkeit mit der uns innewohnenden Seelenkraft gleichwertig geworden ist, dann ist die Vollkommenheit wirklich geworden. Dann sind wir Eins mit dem Bewusstsein des Kosmos. Dann ist eine Wiedergeburt nicht mehr erforderlich.

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Ritual

Feierliche Handlungen eines Rituals sind eine Verbindung von Handlungen und Sinnbildern mit dem Ziel, ein Erlebnis für die Seele und für das Gefühl zu erzeugen. Sie sind keine verstandesmäßige Darbringung von Begriffen, um Wissen absichtlich zu vermitteln. Jedes mystische Ritual ist nach einem gut durchdachten Plan aufgebaut, der beabsichtigt und auf seine Wirkung dafür geprüft ist, bestimmte seelische und Gefühls-Erlebnisse bei dem Betreffenden hervorzurufen. Rituale sind vorgeschriebene Handlungsabläufe, um den Geist auf Erlebnisse zu schulen und ihn mit Eindrücken zu versehen, denen Wirksamkeit beigemessen wird.

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Rosenkreuz

Ein Sinnbild, das aus zwei Wertgrößen besteht. Es versinnbildlicht den leiblichen Körper des Menschen mit ausgestreckten Armen, das Gesicht dem Lichte zugewandt. In der Mitte, wo der waagrechte Arm den senkrechten Balken des Kreuzes schneidet, ist die Rose aufgesetzt. Sie stellt die Seelen-Persönlichkeit dar. Die teilweise entfaltete Rose deutet auf das sich entfaltende Bewusstsein hin, wie es das Größere Licht in sich aufnimmt.

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Sanktum

Dies ist in jeder Loge der Ort oder die Fläche zwischen Schekinah und Altar. Er wird geheiligt gehalten und ist ausschließlich für gewisse Teile heiliger, feierlicher Bräuche vorbehalten und darf nicht für andere Zwecke gebraucht werden. Widerrechtliches Betreten des Sanktums ist für alle verboten, mit Ausnahme vom Meister oder von der Colombe und bedeutet einen „ernsten und schwerwiegenden Fehler, der aus dem Kosmos auf Loge und Unbefugten eine Lehre herab zwingt“.

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Sanktum, Heimsanktum oder Heimsanktuarium

Ein Sanktuarium im Zuhause, ein Tempel, der den höchsten Vorstellungen und Absichten, deren man fähig ist, geweiht ist. Es ist ein Zufluchtsort, ein Platz, zu dem man sich aus der üblichen Umwelt, der man gegenübergestellt ist, zurückziehen kann, und der frei ist von Belastungen und von Ablenkungen. Es ist auch eine kleine Anhöhe, auf die man sich erheben kann, um zum Kosmos aufzublicken. Ein Sanktum ist ein Platz, den man seinem besseren Selbst geweiht hat, seinem Gott, seinen höchsten Bestrebungen. Wenn man das Sanktum betritt, so bedeutet dies einen Ritus der Wandlung aus der Welt des üblichen Denkens in eine Gedankenwelt der Hingabe und des Opfers, wo man in sich aufnehmen und lernen kann.

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Schekinah

Inmitten der Loge, wo sich die Linien von den vier Kardinalpunkten des Horizontes schneiden würden, ist das Herz der Seele des Tempels. Es ist dies der fünfte Punkt, wo das Heilige Dreieck, die Schekinah, seinen Ort hat. Die Schekinah ist der sinnbildliche Ort und bedeutet die „Gegenwart Gottes in unserer Mitte“. Sie ist der „Punkt im inneren Kreis“, wobei der Tempel der äußere und die Loge der innere Kreis ist. Sie ist auf diese Weise das Dreieck innerhalb von zwei Kreisen. Die Schekinah verkörpert die Anwesenheit der gesammelten Macht der Heiligen Versammlung des Kosmos inmitten des Tempels.

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Schwingung

Eine zeitlich immer wiederkehrende Impulsgebung oder wellenähnliche Pendelbewegung von Kräften. Gemäß der Ontologie der Rosenkreuzer ist alles Sein Schwingung. Es gibt zwei Formen von Schwingungen: Jene, die von der universalen Kraft oder Energie oder der Energie des Weltalls ihren Ausgang nehmen, und jene, die durch geistigen oder seelischen Antrieb in Bewegung gesetzt werden. Alles, was besteht in dieser Welt, wird von uns wahrgenommen oder ist uns bekannt über Schwingungen, welche unser Bewusstsein erreichen.

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Schwingungsskala

Die Substanz des Universalen Seins oder der Kosmos besteht aus allen Kräften und Energien, von denen wir Kenntnis besitzen. Sie bilden zusammen eine kosmische Schwingungsskala. Der kosmische Geist wirkt vermittels eines Meeres von Schwingungsenergie, die ein unermessliches Spektrum oder eine Tastatur umfasst. Die höchsten Oktaven rufen das hervor, was man mit seelischer Erscheinung bezeichnet.

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Seele

Die göttliche Essenz oder kosmische Intelligenz, welche den Menschen durchflutet. Im ganzen All gibt es nur eine einzige Seele, die Seele Gottes, des lebendigen und belebenden Bewusstseins Gottes. In jedem einzelnen Lebewesen befindet sich ein Funke, Aspekt oder Segment dieser Universal-Seele; dies ist die Seele des Menschen, die niemals aufhört, unabtrennbarer Teil der Universal-Seele zu sein. Die Seele ist das Göttliche Bewusstsein, welches die Vitale Lebenskraft begleitet und folglich Ausdruck Gottes im Menschen. Der Mensch kann ihr Gehorchen, niemals aber sie leiten oder gar beherrschen. Jeder Mensch steht durch diese Universal-Seele mit allen anderen Lebewesen in Verbindung.

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Seelen-Persönlichkeit

Die Persönlichkeit ist das Selbst, und das Selbst ist eine Ausdrucksform der Seele im menschlichen Körper. Sie ist die Offenbarung dessen, wie man auf das nicht losgelöste Segment der Universalen Seele, mit dem der Mensch erfüllt ist, reagiert. Die Persönlichkeit ist der bildliche Ausdruck, die Seele ist das Objekt. Die Persönlichkeit als Erscheinungsbild ist nur ein Widerhall der Seele. Sie ist kein vollkommenes Abbild und Ebenbild, da sie sich selbst durch die einengenden stofflichen Bausteine des menschlichen Organismus und durch das objektive Bewusstsein hindurch widerspiegeln muss.

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Seelischer Körper

Dieser Ausdruck ist in der Tat eine falsche Bezeichnung, aber er verhilft dazu, den Begriff zu vermitteln. Der Seelische Körper ist eine Summe der höheren, empfindsameren Ebenen des Bewusstseins, ihr Ganzes durchdringt das Wesen des Menschen. Es handelt sich um jenes Bewusstsein und um jene Vernunft, welche für die unfreiwilligen Tätigkeiten des Körpers verantwortlich sind. Der seelische Körper ist eine Art Bewusstseinsgebiet, das mit dem leiblichen Körper im Einklang steht. Die Silberschnur ist das verbindende Glied zwischen dem leiblichen und seelischen Organismus, damit beide zusammen richtig arbeiten. Das sympathische Nervensystem ist Mittler für den unterbewussten Geist, um die Anweisungen im leiblichen Körper ausführen zu können. Der seelische Körper schleppt ein Verhaltensmuster seit den urtümlichsten Tagen der Menschheit mit sich, er bringt aber auch das Modell der kosmischen Ordnung mit, aus der diese Lebensenergie sich aufbaut.

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Seelisches Erlebnis

Ein Ereignis, das sich auf die höheren Pegel des Bewusstseins bezieht, und das sich über oder hinter jenen Höhen vollzieht, auf die nur die stoffliche Welt anspricht. Es kann durch Übermittlung von einem anderen Geistesträger oder durch Abstimmung mit den kosmischen Kräften und Intelligenzen außerhalb des individuellen organischen Wesens entstehen, oder auch aus dem Erkennen des kosmischen Bewusstseins. Um ein seelisches Erlebnis klar zu erkennen, muss das Ereignis in Begriffe übersetzt werden, die den Fähigkeiten der Sinne und ähnlichen Vorstellungen entsprechen.

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Sinnbild, Symbol

Ein Bild oder ein Gegenstand, die verwendet werden, um einen Gedanken oder einen Begriff darzustellen. Es ist die Verkörperung eines Gedankens, auf den es bündig hinweist. Natürliche Sinnbilder sind jene Dinge in der Natur, welche aus Erfahrung zur Darstellung einer Erscheinung verwendet worden sind, Künstliche Sinnbilder sind solche, die der Mensch ersonnen hat, um irgend einen Gedanken darzustellen.

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Solar-Plexus

Er liegt in der Mitte des Unterleibes und ist Teil des sympathischen Nervensystems und ist in seiner leiblichen und seelischen Tätigkeit bedeutsam. Es bedarf allerdings vieler Jahre sorgfältiger Entwicklung dieses Plexus, um ihn für das echte mystische Werk wirklich verwerten zu können.

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Stein, Philosophischer Stein, Stein der Weisen

Die vornehmliche Suche der Alchemisten galt einem reinen und alles durchdringenden Stoff, welcher bei Anwendung auf Metalle, Pflanzen oder Vegetabilien diese veredelt. Diese makellose Essenz, diese "Seele der Materie", verleiht ihr Wesen allem, was mit ihr in Berührung kommt. Diese Substanz, die ihre makellosen Eigenschaften überträgt, wurde „Stein der Weisen“ genannt. Für die metaphysischen Alchemisten war der philosophische Stein keine stoffliche Substanz, sondern die mystisch-religiöse Erkenntnis und die veredelte Weisheit, deren Tugend den Menschen auf eine höhere Ebene des Bewusstseins erhebt.

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Suggestion

Ein zartes Verlangen, ein Ersuchen, ein Wunsch, ein Befehl oder ein Gesetz des eigenen objektiven Geistes an das Unterbewusstsein. Gedankliche Suggestion bedeutet, dass mittels der Willenskraft ein bestimmter Wunsch auf einen gegebenen Punkt ausgerichtet oder gesammelt werden kann. Sobald das objektive Bewusstsein im Zustand der Ruhe ist, wird das Unterbewusstsein für die Suggestion aufnahmefähig. Autosuggestion ist an sich selbst gerichtete Suggestion.

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Tod, Transition

Ein notwendiger Markstein im Lebenszyklus. Tod und Geburt sind in diesem Sinne gleichbedeutende Worte, denn der Tod ist die Geburt auf einer anderen Ebene, während die Geburt gleicherweise eine Transition, ein Hinüberwechseln ist. Zusammen genommen, machen beide das „Große Erlebnis“ aus, eine Form von Initiation, welche eine Gelegenheit zu größerem Fortschritt bietet. Es gibt weder stofflich noch seelisch einen „Tod“. Der Stoff ist unzerstörbar; die Seelenessenz ist unsterblich. Daher sterben weder Körper noch Seele jemals. Beim Tod ist die Seele von einem Seinszustand in einen anderen entwichen. Die Seele besteht weiter, aber sie offenbart sich anders. Das Bewusstsein hat die Schwelle von der Kammer des Lebens zum Kosmos überschritten und hat die Weihe zu einem höheren Grad erhalten.

Da es im natürlichen und geistigen Gesetz keinen Tod gibt, ist diese Bezeichnung irreführend und widerspruchsvoll. Die große Wandlung, die stattfindet, ist Transition und Umstellung der zusammensetzenden Teile, aus welchen das menschliche Lebenwesen aufgebaut ist. Diese Transition, dieses Hinüberwechseln, besteht in einer Trennung der beiden Teile des Menschen, der Seele und des Leibes.

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Transmutation

Sowohl eine alchemistische, als auch eine mystische Bezeichnung. Sie kann gedanklich, körperlich und seelisch stattfinden. Sie bedeutet die Umwandlung der Schwingungsart eines stofflichen Grundbestandteiles oder den schwingungshaften Ausdruck einer seelischen Offenbarung dergestalt, dass das in Erscheinung Tretende nach der Umwandlung anders ist. Die höchste erkennbare Auswirkung einer Transmutation ist die Umwandlung der niederen Elemente unseres körperlichen Wesens in die höchsten vorstellbaren Ausdrucksformen und die Wandlung unserer Wünsche und Gedanken in lebendige seelische Hochziele.

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Vibraturgie

Die Erscheinung, dass man die körperlichen oder geistigen Eigenschaften eines Menschen mittels unbelebter Gegenstände, die einst in dessen Besitz waren, entdeckt. Die Gegenstände müssen den magnetischen Einfluss der menschlichen Aura derjenigen aufweisen, in deren Besitz sie gewesen sind. Diese Schwingungen üben einen Reiz auf unser sympathisches Nervensystem aus. Wir werden uns gewisser seelischer Eindrücke von Persönlichkeiten bewusst, deren Aura mit dem stofflichen Gegenstand in Verbindung war.

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Visualisation

Mystisch gesehen, besteht sie darin, auf dem Bildschirm des Bewusstseins ein Bild zu zeichnen, einfacher Art oder verwickelter. Ein Mensch malt auf der Leinwand seines Geistes bildliche Darstellungen dessen, was er wünscht. Sobald er das Gemälde so vollständig wie er es überhaupt visualisieren kann, sieht, entlässt er es vollständig aus seinem Denken. Auf diese Weise wird das Bild aus dem objektiven Bewusstsein ins Unterbewusstsein übertragen und von dort in den Kosmos gesendet. Als Folge des positiven Gedankens, der dem Kosmos übergeben wurde, wird der Betreffende jenen Bedingungen und Umständen nahe gebracht, unter denen die Visualisation zur Verwirklichung auf objektivem Wege geführt wird. Das Bild auf dem Schirm muss so sehr zur lebendigen Wirklichkeit werden, als ob es tatsächlich schon vorhanden wäre.

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Vitale Lebenskraft

Die Energieart, welche den menschlichen Körper im Augenblick der Geburt zum Leben erweckt und welche ihn bei der Transition verlässt. Sie ist „nicht“ Geist-Energie, wie sie in allem Stoff sich findet; diese verbleibt auch nach der Transition im menschlichen Leib. Es ist die positive Polarität von NOUS, die sich als vitale, belebende Lebenskraft auswirkt. Sie ist es, die das Stoffliche belebt und ins Dasein die Lebensenergie mitbringt. Eine zur vitalen Lebenskraft zugehörige Eigenschaft ist Bewusstsein. Sie ist unendlich und unbegrenzt und wird im  Menschen zur Seele.

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Vokalklänge

Schon in der ältesten Form feierlicher Brauchhandlungen, die dem Menschen bekannt sind, wurden Klänge und Silben verwendet, um Abstimmung, Übereinstimmung, Einklang zu erzielen. Wenn sie in der richtigen Weise ausgesprochen werden, dann führen Vokalklänge zu ungewöhnlichen Ergebnissen. Sie verursachen gewisse Schwingungsrhythmen im Raum, die in Harmonie mit anderen Schwingungen des Weltalls sind und schaffen eine bestimmte Bedingung, die mit der Aura zusammenhängt. Vokalklänge erzeugen Schwingungen, die das eigene Wesen durchdringen, um seelische Zentren anzuregen und dadurch die segensreichen Auswirkungen, die in unseren Lehren erläutert sind, zu schaffen.

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Wahrheit

Alles, was für uns „wirklich“ ist, ist Wahrheit. Wenn auch immer etwas zur Wirklichkeit fehlt, wird sie nicht als Wahrheit anerkannt. Nichts ist wahr, bloß weil es aus Überlieferung gebilligt und anerkannt wird. Die Vertrautheit mit einer erlebten Erfahrung muss einen von zwei Tatbeständen einschließen: Erstens das volle Ausmaß unseres Wahrnehmungsvermögens; zweitens die volle Fähigkeit der Überlegung.

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Wahrnehmung

Die Fähigkeit des Menschen, Eindrücke zu gewinnen oder Eindrücke zu veranlassen, damit sie im Bewusstsein aufgenommen werden. Der objektive Geist nimmt mittels der Sinnesorgane wahr. Seelische Wahrnehmungen sind solche, die vom Unterbewusstsein auf andere Weise als über die objektiven Sinne wahrgenommen werden. Die Gesamtheit unserer Erfahrung verfärbt unsere Wahrnehmung. Wenn uns seelische Eindrücke erreichen, dann übersetzen wir sie mit Bezeichnungen der objektiven Fähigkeiten. Was z.B. gewöhnlich Hellsehen genannt wird, wird für ein seelisches Sehen gebraucht. Seelische Eindrücke werden auf diese Weise übersetzt, weil es sonst keinen Weg gibt, sie zu verstehen. Wenn man die seelischen Eindrücke ebenfalls in fünf Bereiche einteilt, wie unsere objektiven Sinne, so ist dies unnatürlich, künstlich.

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Werk

Das Werk des Ordens umfasst das Erlernen, die Anwendung und das Lehren solcher Gesetze Gottes und der Natur, durch deren Beherrschung unsere Mitglieder zu Meistern im Heiligen Tempel (dem leiblichen Körper) und zu Arbeitern im Göttlichen Laboratorium (Reich der Natur) werden. Dies ermöglicht es uns, wirkungsvoller jenen zu helfen, die unwissend sind und die Hilfe brauchen oder Beistand verlangen. Jeder Initiat hat die Verpflichtung zu dienen, er macht es sich zur Pflicht, die Gesetze zu lernen und zu üben, die in unserem Orden gelehrt werden und sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit anzuwenden.

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Wissen

Die Rosenkreuzer bezeichnen damit das, was man über etwas nur durch persönliches Erlebnis erfahren kann. Aus diesem Grund wird ein Unterschied zwischen Glaube und Wissen gemacht. Das notwendige Erlebnis kann durch objektive Erkenntnis oder durch seelisches Erkennen erfolgen, aber es ist eine „persönliche“ Erkenntnis dazu nötig. Es ist für einen Mystiker üblich, zu sagen, dass er entweder weiß oder aber nicht weiß, wenn er von Erfahrung spricht, von schwierigen Aufgaben oder von Gegebenheiten des Lebens und der Natur; er findet sich mit nichts aufgrund eines Glaubens ab und er hat keine bloße Meinung.

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Wort, Das verlorene Wort

Der Mensch schreibt den natürlichen, kosmischen Kräften, den stofflichen Gesetzen des Alls als Ursprung ein dereinst geäußertes WORT zu, das fortwährend durch das All hindurch widerhallt und das er in seiner vollen Bedeutung nicht mehr erfassen kann. Das WORT wird als Schwingung aufgefasst, als eine wellenförmige Energie, aus der das Grundwesen aller Dinge besteht. Alles, was sich offenbart, verdankt sein Sein dem fortgesetzten Widerhall des WORTES im All. Der Schwingungscharakter jedes Dinges fügt sich zu einer riesenhaften Schwingungsskala zusammen.

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Wunder

sind nicht die Folge eines übernatürlichen, sondern eines „natürlichen“ Gesetzes. Es gibt nur für diejenigen Wunder, die nicht begreifen, was ein natürliches Gesetz bedeutet. Ein Wunder ist jedweder Vorfall, der als der Natur zuwider laufend scheint und für den es offensichtlich keine natürliche Ursache gibt.

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Zeit

Die Bewusstseinsdauer oder die Frist, die das Bewusstsein benötigt, um der stofflichen Dinge des Lebens gewahr zu werden. Die Zeit ist kein materieller Baustein des Weltalls; sie besitzt keine äußere Wirklichkeit. Das objektive Bewusstsein und das innere oder Unterbewusstsein des Menschen besitzen eine verschiedene Auffassung von „Dauer“. Zeit und Raum sind Blendwerk des objektiven Denkens – jedoch keine abzuleugnenden Täuschungen, denn sie sind lebenswichtig.

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Zelle

Ein Körper von kugeliger oder anderer Form, der eine Wand mit negativer Polarität und einen Kern mit positiver Polarität aufweist. Die Zelle ist grundsätzlich die Form aller Schöpfung. Jede einzelne lebende Zelle, die in einem flüssigen Medium schwimmt, schließt sich mit jeder anderen in diesem Medium schwimmenden Zelle zusammen vermöge einer Kraft, die alle Zellen durchdringt. Die Beziehung des Menschen zum Weltall ist in gleicher Weise ebenso. Wir besitzen keine ausdrückliche Individualität, auch wenn die Belange unseres Seins noch so sehr verschieden sind. Wir alle sind im All genauso vereint wie die Zellen im Fleisch, in den Knochen oder im Blut eines Einheit sind. Die Sonne ist eine Zelle von positiver Polarität. Die Erde ist ebenso eine magnetische Zelle, aber von negativer Polarität. Der Kern ist Brennpunkt, Mittelpunkt des Geschehens, das Herz jeglichen Werden und verfügt, in sich selbst schlummernd, über alle Wirkkräfte zur Entwicklung, wenn er in Verbindung mit einer Zelle ist. Auf der irdischen Ebene ist der Zellkern von positiver Polarität und alles Übrige negativ. Auf der unstofflichen Ebene befinden sich die Urkräfte in umgekehrter Ordnung. Der Kern besitzt in sich alle Merkmale einstiger Verbindungen während früher Generationen und schmelzt in jede kommende Manifestation die zusätzlich in der gegenwärtigen Vereinigung erworbenen Merkmale mit ein und stellt auf diese Weise die Bedingungen und Eigenschaften der Vererbung her.

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Zyklus

Ein Zeitraum, eine Entfaltung, ein Vorgang, ein Verfahren oder eine Manifestation. Der Zyklus des Menschenlebens wird unterteilt in sieben-Jahres-Zyklen des Wachstums und der Entwicklung des Geistes und des Leibes. Die Entfaltung des Weltalls wie auch diejenige des Menschen aus einem urtümlichen Wesen kann in Zyklen eingeteilt werden. Die 24 Stunden eines Tages sind in planetarische Zyklen einteilbar. Es gibt für jedes Lebewesen einen Zyklus des Seins oder der Inkarnation, demzufolge jedes menschliche Wesen etwa alle 144 Jahre auf der irdischen Ebene wiedergeboren wird.

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